Prognose BIP Anstieg: So stark wird Österreichs Wirtschaft wachsen

Österreichs Wirtschaft wird voraussichtlich um bis zu 3,9 % steigen - alle Infos dazu auf Zur-Sache - Foto: iStock / style-photography
Österreichs Wirtschaft wird voraussichtlich um bis zu 3,9 % steigen - alle Infos dazu auf Zur-Sache - Foto: iStock / style-photography

Die Wirtschaft konnte sich im 1. Quartal 2022 weiter rasch erholen. Das beweisen die aktuellen Zahlen des WIFO, die im Budgetausschuss am Montag Thema waren. So zeigt ein Indikator des WIFO, dass die österreichische Wirtschaftsleitung zwischen Ende 2021 und März 2022 stets über dem Vor-Pandemie-Niveau lag. Doch wie geht es weiter? Zur-Sache hat den Überblick! Wirtschaft und Budget sind wegen zusätzlicher Ausgaben am Mittwoch Thema im Nationalrats-Plenum.

 

Arbeitsmarkt auf Hochkonjunkturphase

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine belastet die Weltwirtschaft. Das führt auch zu Problemen in den Lieferketten in Europa. Darunter leidet wiederum auch die heimische Wirtschaft, so der Bericht des Bundesministers für Finanzen, Magnus Brunner, an den Budgetausschuss des Nationalrats. Die Entwicklungen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt hingegen sind positiv, sogar eine „Hochkonjunkturphase“ werde signalisiert. Ende März 2022 lag die Arbeitslosenquote bereits deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Gleichzeitig gebe es bedeutend mehr offene Stellen als vor der Pandemie.

 

Wirtschaftswachstum um 3,9 % berechnet

Im Jahr 2022 rechnet das Finanzministerium nun mit einem Steigen des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,9 %. Diese Prognose gilt jedoch aufgrund des Kriegs und der Pandemie noch nicht als gesichert. „Die steigenden Verbraucherpreise dürften den privaten Konsum 2022 bremsen“, berichtet dazu Finanzminister Magnus Brunner.

Als mögliche Risiken betrachtet das BMF eine Ausweitung des Ukraine-Krieges, sowie etwa eine mögliche Beendigung der russischen Energielieferungen, eine russische Finanzmarktkrise sowie anhaltend hohe Energie- und Rohstoffpreise.

Auch weitere COVID-19 Infektionswellen, Angebotsbeschränkungen durch Material- und Arbeitskräfteengpässe, ansteigende Inflationserwartungen und eine mögliche Lohn-Preis-Spirale werden im Bericht des BMF an den Budgetausschuss als Risiken für das wirtschaftliche Wachstum genannt.

 

Zusätzliche Mittel für Gesundheitsbereich & Pandemiebekämpfung

Auch im Gesundheitsbereich sind rechtliche Anpassungen geplant. Für die Hospiz- und Palliativversorgung, die Gesundheitsförderung und die Suizidprävention seien zusätzliche Auszahlungen erforderlich, stellte Finanzminister Magnus Brunner fest.

Außerdem soll wegen dem anhaltenden Krieg in der Ukraine ein Budget für die Betreuung und Versorgung der Vertriebenen vorgesehen werden. Auch aufgrund der weiterhin andauernden COVID-19 Pandemie seien zusätzliche Mittel erforderlich, die berücksichtigt werden sollen.

„Im Budgetausschuss wurden heute die Weichen gestellt, um im Plenum die rechtlichen Voraussetzungen beschließen zu können“, so Gabriel Obernosterer, Budgetsprecher der Volkspartei im Nationalrat. Obernosterer klärt gegenüber Zur-Sache weiter, „dass es zwar nie gut ist, wenn der Staat neue Schulden macht. Unser Wachstum nach der Pandemie ist allerdings stabil, wir liegen sogar über dem EU-Schnitt, sodass wir uns diese Mehrausgaben leisten können.“