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„Beunruhigender Trend“: Blümel geht mit Soko gegen Scheinunternehmen in Offensive

Foto: iStock/Stadtratte

Der Anteil an Scheinfirmen ist in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen. Diesem „massiv beunruhigenden Trend“ wird nun Einhalt geboten, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bei einer Pressekonferenz zum Wochenstart. Der Grund: Pro Scheinfirma werden von 200.000 Euro bis zu 30 Millionen Euro an Umsatz abgewickelt. „Hier entsteht also ein enormer Schaden“, so der Finanzminister.

 

Steuerhinterziehung im großen Stil

Bereits jetzt werden pro Jahr zwischen 50 bis 100 Scheinunternehmen aufgedeckt – Tendenz steigend, so das Finanzministerium. Dabei werden besonders Personalbereitsteller für den Baubereich als vermeintliche Firmen verwendet. Da diese Scheinfirmen bis zu 30 Mio. Euro Umsatz abwickeln, ist der Schaden für die Republik auch besonders groß. „Vor allem im Bereich der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge, aber auch Umsatzsteuer und Ertragssteuern werden hinterzogen“, erklärte der Finanzminister.

 

Foto: Bundesministerium für Finanzen

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Mit Soko in Offensive

Der explosionsartige Anstieg ist ein „massiv beunruhigender Trend“ stellte Blümel bei der Pressekonferenz fest.

Daher setzt Blümel “mit sofortiger Wirkung eine SOKO im Finanzministerium ein, die sich mit geeinten Kräften gegen die zunehmend auftretenden Scheinunternehmen in Österreich einsetzt. Involviert sind das Amt für Betrugsbekämpfung, das Finanzamt Österreich, das Finanzamt für Großbetriebe und der Prüfdienst für Lohnabgaben und Beiträge. Die unter mir umgesetzte Reform der Finanzverwaltung zeigt jetzt ihre Stärken“.

Zudem soll die „schlankere Bürokratie der neuen Ämter mit ihren klaren Aufgabenbereichen“ es ermöglichen, dass die Aktionen der SOKOs „effektiv und effizient neu aufkommenden Betrugsarten rasch das Handwerk legen“ können, ergänzte der Finanzminister.

 

Die Liste der bereits aufgedeckten Scheinunternehmen ist hier verfügbar.

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