Regierung

Ein Jahr österreichischer Waldfonds – Köstinger zieht Bilanz

Elisabeth Köstinger bei der Besichtigung von Forstarbeiten des Waldfonds Kärnten. - Foto: BMLRT

350 Mio. Euro umfasst das Volumen des Österreichischen Waldfonds, der vergangenes Jahr ins Leben gerufen wurde. Doch wie wurde das Paket zur Unterstützung der heimischen Forstwirtschaft angenommen? Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger zieht nach einem Jahr Bilanz.

 

14.500 Anträge in 12 Monaten

Mit einem Volumen von 350 Mio. Euro konnte das größte Paket zur Unterstützung der heimischen Forstwirtschaft geschaffen werden, dass es in Österreich je gab. Im ersten Jahr sind bisher rund 14.500 Anträge eingelangt. Rund 125 Mio. Euro – das entspricht 35 % der Gesamtmittel – wurden damit bereits vergeben.

Eine positive erste Bilanz, wie Ministerin Köstinger bilanziert. So sei der Österreichische Waldfonds ist eine „wichtige Investition in die Zukunft unserer Wälder“ und „ein effizientes Instrument“, das den Waldbesitzern zu Gute kommt.

Das Ziel der Ministerin sei es, die „angespannte Lage in unseren Wäldern zu entschärfen, die regionale Wertschöpfung zu steigern und die Wälder zukunftsfit zu machen.“

 

Breiter Maßnahmenkatalog

Mit insgesamt 5 Maßnahmen will man im Bereich der Wiederaufforstung und der Pflegemaßnahmen den Waldbesitzern auch in Zukunft von Seiten des Ministeriums unter die Arme greifen. Dabei ist die Antragstellung je nach Maßnahme laufend möglich.

„Die Maßnahmen reichen von der Unterstützung bei der Wiederaufforstung über die Abgeltung von Borkenkäferschäden bis hin zur Einrichtung von Holzlagerstätten und Forstschutzmaßnahmen“, erklärt Köstinger dazu.

 

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Bundesministerin Elisabeth Köstinger besichtigt Schadholzfläche in Dietachdorf in Oberösterreich. – Foto: BMLRT

 

Die Maßnahmen im Überblick

 

Maßnahme 1: Wiederaufforstung und Pflegemaßnahmen nach Schadereignissen

Wiederbewaldungen nach Schadereignissen werden auf unterschiedliche Weise finanziert. Bis Ende Jänner 2022 gab es dazu rund 2.600 Anträge.

 

Maßnahme 2: Regulierung der Baumartenzusammensetzung zur Entwicklung klimafitter Wälder

Die Entwicklung klimafitter Wälder und die Stärkung der Biodiversität, die Schaffung von stabilen Mischbeständen sowie die Erhaltung und Verbesserung der genetischen Ressourcen des Waldes sind das Ziel dieser Maßnahme.

 

Maßnahme 3: Abgeltung von durch Borkenkäferschäden verursachtem Wertverlust

Im Fokus dieser Maßnahme steht die Abgeltung von Wertverlusten, die durch den flächigen Ausfall von Baumarten in Waldbeständen festgelegter Schadgebiete entstanden sind. Bis Ende Jänner 2022 sind hier rund 4.300 Anträge eingegangen.

 

Maßnahme 4: Errichtung von Nass- und Trockenlagern für Schadholz

Durch die rasche Abfuhr von Schadholz aus dem Wald zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung von Forstschädlichen sowie zur Sicherung der Holzqualität sind von zentraler Bedeutung. Im Rahmen der Maßnahme fand auch ein Call zum Thema „Konzepte und Machbarkeitsstudien betreffend Schadholzlogistik“ statt.

 

Maßnahme 5: Mechanische Entrindung und andere vorbeugende Forstschutzmaßnahmen

Ziel der Maßnahme ist die Verhinderung der Vermehrung von schädlichen rindenbrütenden Insekten. Der Umsetzungsstand ist von den jeweiligen Schadsituationen und anfallenden Schadholzmengen abhängig. Bis Ende Jänner 2022 sind rund 420 Anträge eingegangen.

 

Alle Details zu den Maßnahmen sind unter www.waldfonds.at zu finden.

Elisabeth Köstinger bei der Besichtigung von Forstarbeiten des Waldfonds Kärnten. - Foto: BMLRT
Elisabeth Köstinger bei der Besichtigung von Forstarbeiten des Waldfonds Kärnten. - Foto: BMLRT
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