Der Arbeitsmarkt entwickelt sich gut verkündete Arbeitsminister Martin Kocher. Foto: BKA / Florian Schrötter / iStock Kerkez

Am Arbeitsmarkt wurde die psychologisch wichtige Grenze von 400.000 Arbeitslosen unterschritten. Erst vergangene Woche wurde bei der Präsentation der Jänner-Zahlen eine positive Entwicklung verkündet (Zur-Sache berichtete). Dieser Trend scheint sich nun ach in der ersten Februar-Hälfte fortzusetzen.

 

Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Mit 393.500 Arbeitslose inkl. Schulungsteilnehmer hat sich die Arbeitslosigkeit innerhalb einer Woche um weitere 8.000 reduziert. Verglichen mit den Werten vor genau einem Jahr sind es sogar um 35.000 Arbeitslose weniger.

Arbeitsminister Martin Kocher sieht in den heute präsentierten Zahlen, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt „kaum gebremst“ werde. Unternehmen und Beschäftigten sei es mit Verlauf der Pandemie immer besser gelungen, sich dieser besonderen Situation anzupassen.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich jedenfalls immer besser. Das zeigen auch Vergleichszahlen aus der Zeit, wo es noch keine Pandemie gab: Zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 lag die Arbeitslosigkeit bei 412.000 Arbeitslose und im Jahr zuvor 2019 sogar bei 426.500.

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Auch weniger Kurzarbeit als erwartet

Zu berücksichtigen sei allerdings, dass das Modell der Kurzarbeit derzeit noch stärker in Anspruch genommen wird, als vor der Krise. Aber auch hier zeigt sich, dass die Kurzarbeit nicht im vollen Ausmaß in Anspruch genommen wird. Denn die Zahl der Inanspruchnahme der Kurzarbeit liegt mit unter 100.000 weit unter den tatsächlich vorangemeldeten 177.000 Personen.

Warum ist die Zahl der voraus Angemeldeten höher als die Anzahl tatsächlich in Kurzarbeit befindlicher Personen? Kocher vermutet an der geringeren Zahl tatsächlicher Kurzarbeit den Umstand, dass die Betriebe oft nur als Vorsichtsmaßnahme Kurzarbeit anmelden, diese dann allerdings für ihre Mitarbeiter nicht ausschöpfen müssen.