Bildungsbonus wird verlängert

Der Bildungsbonus wirkt und wird verlängert: Arbeitsminister Martin Kocher. Foto: BKA / Andy Wenzel
Der Bildungsbonus wirkt und wird verlängert: Arbeitsminister Martin Kocher. Foto: BKA / Andy Wenzel

Arbeitssuchende, die mindestens vier Monate an einer Aus- oder Weiterbildung des AMS teilnehmen, erhalten zusätzlich zum Arbeitslosengeld 180 Euro pro Monat in Form eines so genannten Bildungsbonus. Dieser wird aufgrund der positiven Resonanz und den geringeren Dropout-Quoten bis Dezember 2022 verlängert.

 

Höhere Bereitschaft und geringerer Dropout

Der Bildungsbonus wurde zu Beginn der Pandemie parallel zur Joboffensive beschlossen, um Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen des AMS zu fördern. Der Bildungsbonus ist eine Maßnahme zur längerfristigen Aus- und Weiterbildung von Arbeitslosen.

Durch die Einführung des Bildungsbonus habe sich die Dauer von Qualifizierungen deutlich erhöht und die Abbruchquote um über 2 % verringert, erläuterte Arbeitsminister Martin Kocher vor wenigen Tagen in einer Aussendung und auch vor dem Bundesrat.

Die Evaluierung des Bildungsbonus zeige nun, so der Arbeitsminister, dass der Bonus zu effektiveren Schulungen und geringeren Dropout-Quoten führe.

 

Bildungsbonus bis Ende 2022 verlängert

Der Bildungsbonus wäre mit Jahresende 2021 ausgelaufen. Aufgrund der positiven Resonanz und den geringeren Dropout-Quoten wurde die Maßnahme noch vor Weihnachten im Nationalrat verlängert sowie im Bundesrat beschlossen. Damit steht der Bildungsbonus ein weiteres Jahr zur Verfügung.

Der Bildungsbonus erhöht bei vielen Arbeitssuchenden die Bereitschaft für längere Qualifizierungsmaßnahmen. Er kommt beispielsweise vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Pflegebereich zugute, so Arbeitsminister Martin Kocher.

Ebenfalls im nächsten Jahr weitergeführt wird die Corona-Joboffensive, wie Kocher in einer vor einigen Tagen platzierten Botschaft auf Instagram erklärte.

 

 

Corona-Joboffensive wirkt

Die Joboffensive soll Menschen ausbilden und weiterqualifizieren, wenn diese ihren Arbeitsplatz verloren haben. Ziel der Joboffensive war es, 100.000 Menschen, die arbeitslos geworden sind zu qualifizieren. Dieses Ziel wurde bereits jetzt nahezu erreicht, so Kocher, doch es läuft weiter, den auch die Finanzierung sei für das kommende Jahr bereits gesichert.

„Insgesamt haben 185.000 Menschen von dem Programm profitiert und knapp 54 % der Absolventen haben bereits sechs Monate nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz gefunden“, so Kocher abschließend.