Wirtschaft resilienter gegen Lockdowns

Finanzminister Magnus Brunner sieht die Wirtschaft gegen Lockdowns resilienter werden. Foto: BKA / Dragan Tatic
Finanzminister Magnus Brunner sieht die Wirtschaft gegen Lockdowns resilienter werden. Foto: BKA / Dragan Tatic

Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) errechnete im aktuellen Konjunkturmonitor die Kosten des letzten Lockdowns. Diese lagen unter den Kosten des Lockdowns von vor einem Jahr.

 

Kosten des Lockdowns geringer

Im aktuellen Konjunkturmonitor hat das WIFO das Wirtschaftswachstum, die Inflation und die Kosten des letzten Lockdowns berechnet. Diese liegen mit 400 Mio. Euro pro Woche unter den Kosten des Dezember-Lockdowns von 2020, wo jede Woche noch 500 Mio. Euro an Kosten verursachte.

Finanzminister Magnus Brunner erklärte, dass jeder Lockdown die betroffenen Betriebe belaste und für volkswirtschaftlichen Schaden sorge, dieser aber mit gezielten Hilfen so gut wie möglich abgefedert würde. „Positiv ist jedoch, dass die Kosten des letzten Lockdowns unter jenen des Vorjahres lagen. Dies zeigt uns, dass unsere Wirtschaft resilienter wird“, so der Finanzminister.

 

Aufschwung nachhaltig absichern

Nach WIFO-Berechnung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Plus von 4,1 % im vorigen Jahr heuer um 5,2 % und 2023 um 2,5 % wachsen. Brunner zeigt sich angesichts dieser positiven Wirtschaftsaussichten optimistisch: „Trotz der notwendigen Einschränkungen läuft die Gesamtwirtschaft besser als erwartet.“

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum will Brunner nachhaltig absichern: Neben der Ökosozialen Steuerreform, die angelaufen ist und deren weitere Teile im Jänner parlamentarisch behandelt werden, sollen weitere unterschiedliche Maßnahmen in einem Wirtschaftsimpulspaket gebündelt werden, um Arbeitsplätze, Standort und Wohlstand nachhaltig abzusichern.

 

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Im vergangenen Jahr lag das Wirtschaftswachstum Österreichs über jenem von Deutschland und der Schweiz. Für heuer bestehe ebenfalls die Chance auf eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung erläuterte Brunner in einer Aussendung. „Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir alles tun, um gravierende Einschnitte von den Unternehmen abzuwenden. Hier kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten“, so Brunner.

 

Inflationshöhepunkt im Februar überwunden?

Die Inflation wird laut den Wirtschaftsforschern bereits im Jänner 2022 einen Höhepunkt erreichen, erklärte der Finanzminister. „Die Experten gehen aktuell davon aus, dass die Preissteigerungsraten wieder zurückgehen“, so Brunner abschließend.