Regierung

Positives Echo auf Zehetners Tourismuspaket

Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner präsentierte am Mittwoch mit den Koalitionspartnern das Maßnahmenprogramm für den Tourismus. Foto: BKA/Tarek Wilde

Tourismus‑Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat am Mittwoch das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket für den österreichischen Tourismus vorgestellt. Im Pressefoyer nach dem Ministerrat betonte sie, dass der Tourismus kein „Schönwetterthema“ sei, sondern ein zentraler Standortfaktor.

Mit dem Thema Tourismus ist am Mittwoch die Bundesregierung nach den Feiertagen ins neue Jahr gestartet. Beim ersten Ministerrat des Jahres wurde ein umfangreiches Tourismuspaket beschlossen (Zur-Sache berichtete).

Im Pressefoyer präsentierte Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner das Paket. Dabei hob sie den Tourismus als echten Standortfaktor hervor. Den wolle man in Zukunft stärken. „Tourismus ist kein Schönwetterthema, sondern ein echter Standortfaktor. Deshalb investieren wir gezielt in seine Zukunft: Mit der Vision T schaffen wir gemeinsam mit der Branche ein neues Zielbild für den österreichischen Tourismus. Wir zeigen rund um die Olympischen Spiele, was Österreich als Wintersportnation kann und zu bieten hat und holen damit zusätzliche Wertschöpfung ins Land. Gleichzeitig arbeiten wir an besseren Daten mit dem digitalen Gästeblatt, an besseren Rahmenbedingungen mit einer neuen Fachkräftestrategie.“

 

Tourismus einer der wichtigsten Dienstleistungsexporte

Der Tourismus sei laut Staatssekretärin einer der wichtigsten Dienstleistungsexporte Österreichs und müsse in der Preisstatistik auch als solcher behandelt werden. „Wenn unsere Betriebe international wettbewerbsfähig sind, bringt das mehr Investitionen, mehr Qualität und mehr Chancen für den Standort. Genau deshalb prüfen wir die Inflationsberechnung im Tourismus gemeinsam mit der Statistik Austria. Denn klar ist: Ohne Tourismus fehlt in vielen Regionen nicht nur der Wirt/die Wirtin, sondern die wirtschaftliche Grundlage“, erklärte die zuständige Staatssekretärin.

 

Wirtschaftsbund begrüßt Tourismuspaket

Auf positives Echo stieß der Regierungsbeschluss in der Wirtschaft und der betroffenen Tourismusbranche. Der Wirtschaftsbund‑Generalsekretär und ÖVP‑Wirtschaftssprecher Kurt Egger begrüßte die angekündigten Maßnahmen, insbesondere die Unterstützung bei Betriebsübergaben.

„Mit den von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen wird ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Stärkung des heimischen Tourismus gesetzt. Besonders die gezielte Unterstützung bei Betriebsübergaben ist ein entscheidendes Signal, denn allein im Tourismus stehen in den kommenden Jahren tausende Übergaben an. Maßnahmen wie ‚NextGen4Austria‘ sichern unternehmerisches Know‑how, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“, so Egger.

 

Weitere Entlastungsschritte gefordert

Die hohe Nachfrage nach Urlaub in Österreich würde zudem die Attraktivität des Standorts bestätigen. Gleichzeitig brauche es rasch weitere wirksame Schritte zur spürbaren Entlastung bei Energie‑ und Personalkosten, so der WB-Generalsekretär, „damit Investitionen möglich bleiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe langfristig gesichert wird.“

 

Kraus‑Winkler: „Tourismus unbestritten zentrale Stütze der Konjunktur“

Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und ehemalige Staatssekretärin für Tourismus, Susanne Kraus‑Winkler, bezeichnet in einer ersten Reaktion den Regierungsbeschluss „sehr erfreulich“, betonte jedoch die Notwendigkeit einer schnellen Umsetzung. „Die angekündigten Punkte müssen rasch als Gesetzestexte vorliegen und beschlossen werden, damit sie in den Betrieben tatsächlich wirken.“

Positiv sei vor allem, dass im Bereich der Statistik die wiederholten Anregungen der Tourismusbranche zur Neuberechnung der Inflationsgewichtung und der Neuauswertung der Nächtigungen aufgegriffen wurden. „Die verlässliche und genaue Erfassung der Nächtigungen ist eine Grundvoraussetzung für wirksame Steuerungsmaßnahmen und war längst überfällig. Ebenso wie die konsequente Umsetzung des digitalen Gästeblatts“, so Kraus-Winkler.

Für die Spartenobfrau ist der Tourismus in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage “unbestritten eine zentrale Stütze unserer Konjunktur. Unsere Betriebe brauchen Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Investitionen ermöglichen. Der laufende gemeinsame Prozess mit dem Tourismusministerium zur Tourismusstrategie ‚Vision T‘ wird dabei einen wichtigen Beitrag leisten.“