Das sind die Schlepperrouten nach Europa: Nach und durch Österreich. Grafik: BMI

Wer es noch nicht verstanden hat, sollte jetzt genau hinsehen: Am Samstag verunglückte ein Schlepper auf der Flucht vor der Polizei – und riss mit seinem Fahrzeug drei Menschen in den Tod, die bereits auf der Flucht waren.

Das war an Österreichs Grenze bei Kittsee. Abends zuvor Ähnliches in Wien: Die Polizei kontrolliert einen Lastwagen, dem acht illegale Migranten entspringen. Ergebnis: Die Schlepper sind in Haft und die Probleme offensichtlich: Es gibt ihn, den kriminellen Handel mit Menschen. Mit Menschen ohne Hoffnung. Ohne Perspektiven. Außer jener, das letzte Vertrauen an die Mafia zu verschenken – für ihr letztes Geld, selbstredend.

Und Österreich? Das Innenministerium warnt ständig vor kriminellem Menschenhandel, handelt im Land, kooperiert international. Polizei und Bundesheer sind im Einsatz. Das Finanzministerium legt Scheinfirmen lahm, die Hoffnungslose illegal beschäftigen. Österreich und die EU drängen Balkanländer zu Rechtsstaatlichkeit, also zu Aktionen gegen Korruption und Kriminalität.

Das sind Realitäten. Kritiker der Regierung meinen, wenn diese von all dem spricht, sei das bloß Ablenkung. Diese Kritik ist falsch, das Gegenteil ist wahr. Wenn die Regierung davon spricht, dann spricht sie von der Realität des kriminellen Menschenhandels. Das wollen einige nicht wahrhaben. Selbst wenn diese Realität der Öffentlichkeit aus dem Fernseher ins Auge springt. Wie jetzt, an der Grenze bei Kittsee.

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