Innenpolitik
Nachfrage nach Fachkräften weiter hoch
Die Suche nach Fachkräften ist nach wie vor ungebremst. Der Wirtschaftsbund‑Stellenmonitor meldet für Februar 164.349 offene Stellen, darunter 17.917 Lehrstellen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt damit hoch, während die Inflation im Januar auf den Zielwert der EZB von 2,0 % gesunken ist.
Graf sieht „zarten Aufschwung“
Tanja Graf, Generalsekretärin des Wirtschaftsbundes und ÖVP-Nationalratsabgeordnete, bezeichnet in einer Aussendung die Situation als „zarten Aufschwung, aber noch keine Entwarnung“. Sie betont, dass gerade jetzt konsequente Entlastungen nötig seien, um den Trend nachhaltig zu verfestigen. Entscheidend sei, die Lohnnebenkosten spürbar und dauerhaft zu senken. „Der Faktor Arbeit muss günstiger werden“, so die Generalsekretärin deutlich. Denn nur so schaffe man sich Spielraum für neue Jobs sowie zusätzliche Ausbildungsplätze.
Lehrlinge unverzichtbar für Fachkräftesicherung
Der Handlungsbedarf zeige sich besonders bei den Lehrstellen: Rund 18.000 Ausbildungsplätze seien derzeit unbesetzt. Gleichzeitig investieren heimische Betriebe erheblich in die Ausbildung junger Menschen und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
Graf weist darauf hin, dass Unternehmen nicht „nicht ausbilden wollen“, sondern häufig an fehlenden Bewerbern oder an strukturellen Hürden scheitern. Sie betont: „Unsere Unternehmen suchen händeringend Lehrlinge und bilden aus Überzeugung aus, weil sie wissen: Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen.“
Sie warnt, dass neue Belastungen keine neuen Lehrplätze schaffen. Stattdessen seien echte Leistungsanreize, bessere Rahmenbedingungen – insbesondere niedrigere Lohnnebenkosten – und verlässliche Planungssicherheit nötig. „Wer ausbildet, übernimmt Verantwortung für die Zukunft unseres Standorts und verdient Unterstützung statt Misstrauen.“





