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Tourismus erwirtschaftete 33,1 Milliarden Euro Wertschöpfung

Österreich boomt als Tourismusdestination. Der Tourismusbericht 2025 fällt mit rekordverdächtigen Zahlen äußerst erfreulich und positiv aus. Foto: istock/exithamster

Der österreichische Tourismus hat sich auch 2025 als einer der leistungsstärksten Wirtschaftszweige des Landes behauptet. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht „Tourismus in Österreich 2025“ hervor. Mit 157,3 Millionen Nächtigungen und 48,2 Millionen Gästeankünften konnte das Vorjahresergebnis erneut übertroffen werden. Das entspricht einen Anstieg von 1,9 Prozent bei den Nächtigungen und 3,1 Prozent bei den Ankünften gegenüber 2024.

Besonders die internationale Nachfrage entwickelte sich erfreulich, während der Inlandstourismus auf hohem Niveau stabil blieb. Damit bestätig Österreich erneut seine Position als eine der führenden Tourismusdestinationen Europas, heißt es im Bericht.

 

Zehetner: „Erfolg kommt nicht von selbst“

„Die Zahlen zeigen, Österreichs Tourismus ist stark, wettbewerbsfähig und international gefragt. Dieser Erfolg kommt nicht von selbst“, betont Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Der Erfolg sei das Ergebnis engagierter Unternehmer, hervorragender Mitarbeiter und einer Qualität, die Gäste aus dem In- und Ausland überzeuge. Aufgabe der Bundesregierung sei es, „die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und gezielte Entlastung dort, wo die Betriebe sie brauchen“.

 

Wertschöpfung von 33,1 Milliarden Euro

Der Tourismus bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor: 2025 erwirtschaftete die Branche eine Wertschöpfung von 33,1 Milliarden Euro und trug damit mehr als 6,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Unter Einbeziehung der Freizeitwirtschaft verdoppelt sich dieser Anteil nahezu. In Hotellerie und Gastronomie waren 228.634 Menschen unselbstständig beschäftigt. Gerade in ländlichen Regionen leiste der Tourismus damit einen wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung, Einkommen und regionaler Entwicklung.

 

Maßnahmen zur Entlastung der Tourismusbetriebe

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurden 2025 mehrere Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen neue Regelungen für Rechtssicherheit bei Trinkgeldern, die Verlängerung steuerlicher Begünstigungen für Überstunden sowie die Steuerfreiheit von Sonn- und Feiertagszuschlägen. Zur Fachkräftegewinnung wurde das Saisonkontingent für den Tourismus auf 5.500 Personen erhöht und um ein zusätzliches Westbalkan-Kontingent von 2.500 Personen erweitert. Bei den Energiekosten wurden die Betriebe durch die Senkung der Elektrizitätsabgabe und des Erneuerbarenförderbeitrags entlastet. Zudem wurde die gewerbliche Tourismusförderung des Bundes stärker auf nachhaltige und zukunftsorientierte Investitionen ausgerichtet.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Absicherung von Betriebsübergaben: Mit einer neuen Förderschiene werden künftig unter anderem Businesspläne zur Vorbereitung von Übergaben unterstützt, um familiengeführte Betriebe langfristig zu erhalten und die nächste Generation beim Einstieg zu begleiten.

 

Neue Strategie „Vision T“

Mit der neuen Tourismusstrategie des Bundes, der „Vision T“, startete 2025 ein Zukunftsprozess, der kommende Woche, am 15. Juni 2026, präsentiert wird. Sie soll bis 2035 als gemeinsamer strategischer Orientierungsrahmen für Bund, Länder und Regionen dienen und Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung weiter stärken.

„Mit der Vision T richten wir den Blick bewusst nach vorne. Die Zahlen sind ein starkes Fundament, aber sie sind kein Grund, sich zurückzulehnen“, so Zehetner. Der Tourismus stehe vor großen Herausforderungen – vom Arbeitsmarkt über Investitionen bis zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit Ländern, Regionen und Betrieben wolle man die nächsten Schritte setzen, „damit Österreich auch 2035 zu den erfolgreichsten Tourismusdestinationen Europas zählt“.

 

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