Regierung
Regierung zur Krise im Nahen Osten: Schutz der Österreicher „oberste Priorität“
Seit Samstagmorgen eskaliert die Lage im Nahen Osten. Militärische Auseinandersetzungen und Raketenangriffe führen zu massiven Einschränkungen im Reise‑ und Luftverkehr. Die österreichische Bundesregierung hat darauf mit einem ressortübergreifenden Krisenmanagement reagiert und stellt den Schutz der rund 18.000 österreichischen Staatsbürger in der Region in den Mittelpunkt. Die Bundesregierung koordiniert ressortübergreifend die konsularischen Maßnahmen, die laufende Lagebeurteilung, die Energie- und Versorgungslage sowie Sicherheitsvorkehrungen im Inland.
Krisenstab und konsularische Maßnahmen
Im Außenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet, der mehrmals täglich tagt. Die Botschaften in den betroffenen Ländern sowie der Bereitschaftsdienst in Wien versorgen die im Ausland lebenden Österreicher kontinuierlich mit Informationen, betreuen sie vor Ort und unterstützen die Ausreise, soweit die Sicherheitslage dies zulässt. „Wir kümmern uns mit aller Kraft um die sichere Heimreise der gestrandeten Österreicherinnen und Österreicher, haben die Sicherheitsmaßnahmen im Inland angepasst und stehen laufend in enger Abstimmung mit unseren europäischen und internationalen Partnern“, erklärte Bundeskanzler Christian Stocker am Dienstagnachmittag in einer Aussendung des Bundeskanzleramtes.
Erster großer Evakuierungsflug für Österreicher am Mittwoch
Der Flugverkehr ist in vielen arabischen Staaten eingestellt oder stark eingeschränkt. Am Mittwoch wird das erste Rückholflugzeug aus dem Oman starten und mehr als 170 Österreicher nach Hause bringen. Weitere Rückholflüge aus Jordanien werden in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern durchgeführt. Bereits am Sonntag konnten 13 Personen den letzten AUA‑Flug nutzen. Seit Montag organisiert das Außenministerium Busse, um Österreicher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über Landwege zu evakuieren. Zusätzliche Flüge und Transporte nach Maskat und Riad werden derzeit vorbereitet, um weitere Ausreisemöglichkeiten zu schaffen.
Energieversorgung gesichert
Bezüglich der Energieversorgungssicherheit in Österreich, versicherte der Bundeskanzler, dass diese weiter gegeben sei. „Die gute Nachricht ist: Unsere Energieversorgung ist gesichert, die strategischen Reserven sind gefüllt.“ Österreich ist weder wirtschaftlich noch energiepolitisch vom Iran abhängig. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner leiten die eigens eingerichtete Task‑Force „Versorgungssicherheit“, um die Energieversorgung langfristig zu gewährleisten.
Flüchtlingslage bisher ohne Auffälligkeiten
Der Bundeskanzler hat den Innenminister beauftragt, besonders gefährdete Einrichtungen und diplomatische Vertretungen im In‑ und Ausland zu schützen. Das Innenministerium beobachtet mögliche Fluchtbewegungen aus der Region in enger Abstimmung mit europäischen und internationalen Partnern. Bislang gibt es keine auffälligen Entwicklungen.





