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Experten und ÖVP drängen auf Wehrdienst-Reform
Sollen der Wehrdienst und damit der Zivildienst verlängert werden? Experten sagen eindeutig Ja. Nun appelliert ÖVP-Wehrsprecher Friedrich Ofenauer neuerlich an alle Parteien, beim Wehrdienst dem Rat der Experten zu folgen. Diese melden sich am Montag, 1. Juni neuerlich zu Wort.
Ofenauer: SP hat sich „endlich“ deklariert
Die von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingesetzte Wehrdienstkommission präsentierte im Jänner ihre Vorschläge. Über diese wird parlamentarisch beraten. Die ÖVP hat sich dafür ausgesprochen. Nun hat die SPÖ „endlich ihre Karten auf den Tisch gelegt“, sagte Ofenauer am Sonntag: „Seit Monaten warten wir darauf, dass die Sozialdemokratie sich inhaltlich deklariert.“

Experten der von Erwin Hameseder (M.) geleiteten Wehrdienstkommission sind für Verlängerung des Dienstes. Foto: Carina Karlovits, HBF
„Österreich Plus“ und 49 Vorschläge
Die Kommission hat insgesamt 49 Vorschläge gemacht, um Ausbildung und Qualität im Wehrdienst und Wehrersatzdienst weiter zu verbessern: „Auch dieser Teil ist sehr wichtig, denn hier geht es um konkrete Maßnahmen.“
Man werde weiter verhandeln, um schnellstmöglich zu einem Ergebnis zu kommen, so der ÖVP-Abgeordnete. An die Adresse von SPÖ und NEOS gewandt, meint Ofenauer: „Die Sicherheit unseres Landes sollte kein Gegenstand für parteipolitische Spielchen sein. Lassen Sie uns umsetzen, was alle Experten einhellig vorschlagen.“
Experten: „Aufruf zur Tat“
Genau diese Experten melden sich zum Wochenauftakt in einem Pressegespräch mit der Forderung „Wehrdienst: Aufruf zur Tat“. Militär, Zivildienstorganisationen und Wirtschaft wünschen eine Entscheidung für das von ihnen bevorzugte Modell “Österreich Plus”. Das bedeutet 8 Monate Grundwehrdienst und verpflichtende Milizübungen im Ausmaß von 2 Monaten, sowie eine Verlängerung des Wehrersatzdienstes auf zumindest 12 Monate.





