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Wöginger stellt sich an die Seite der Pendler
August Wöginger, Sozialsprecher der Volkspartei, besteht für die Pendler auf dem Dieselprivileg: „Die Überlegungen von SPÖ-Finanzminister Marterbauer, wonach eine Abschaffung des Dieselprivilegs nachvollziehbar sei, kommen für die Volkspartei nicht infrage.“
Wöginger tritt Marterbauer entgegen
„Eine zusätzliche Belastung von Pendlerinnen und Pendlern, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie heimischen Betrieben kommt für uns nicht infrage“, stellt ÖAAB-Bundesobmann und ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger zum Interview des Finanzministers in den „Salzburger Nachrichten“ klar.
Gerade im ländlichen Raum sind viele Menschen auf das Auto und dabei auf Dieselfahrzeuge angewiesen – weil es oft keine ausreichenden Alternativen zum Individualverkehr gibt. Auch zahlreiche Betriebe, das Transportgewerbe und die Landwirtschaft sind auf Diesel als Energieträger angewiesen.
Zur Erklärung: Das Dieselprivileg bedeutet, dass auf Diesel eine niedrigere Mineralölsteuer eingehoben wird als auf Benzin. Diese Regel wurde in den Fünfziger Jahren eingeführt, um das Zistersdorfer Erdöl ökonomisch attraktiv zu gestalten, denn es enthielt nur wenig Benzin aber viel Gasöl.
Abschaffung wäre falsches Signal
Viele Autobesitzer kalkulieren auch mit der Höhe der Treibstoffkosten. Genau darauf bezieht sich Wöginger: „Wer das Dieselprivileg abschaffen will, verteuert Mobilität, erhöht die Kosten für Unternehmen und gefährdet damit die Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Außerdem würde eine Abschaffung die Inflation zusätzlich antreiben. Das wäre ein falsches Signal in diesen wirtschaftlich so herausfordernden Zeiten.“





