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Gallup erhebt: wenig Akzeptanz für generelle Erbschaftssteuer
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup befragte zur Erbschaftssteuer – und es zeigte sich „wenig Akzeptanz für eine generelle Erbschaftssteuer“.
Entscheidend ist politische Orientierung
Auf seiner Homepage titelte Gallup: „Wenig Akzeptanz für generelle Erbschaftssteuer, auch bei Nicht-Erb:innen“
„Ob jemand selbst erbt oder nicht, spielt bei der Einstellung zur Erbschafts- und Schenkungssteuer kaum eine Rolle“, erklärte Dr. Andrea Fronaschütz, Leiterin des Österreichischen Gallup-Instituts, dazu.
Und weiter: “Viel wichtiger ist die politische Orientierung – die Debatte scheint ideologisch und emotional stark aufgeladen zu sein. Große Erbschaften und Schenkungen sollen besteuert werden, kleinere sollen verschont bleiben. Die Grenze soll dort liegen, wo man selbst nicht mehr betroffen ist. Überspitzt formuliert wünschen sich viele letztlich eine ‚Millionärssteuer‘.“
Gallup-Eigenstudie
Zum konkreten, in Zahlen vorliegenden Ergebnis des repräsentativen Gallup-Stimmungsbarometers, einer Eigenstudie des Instituts, heißt es in einer Medieninfo:
„Nur 10 % der österreichischen Bevölkerung sprechen sich für eine Erbschafts- und Schenkungssteuer unabhängig von der Höhe des Vermögens aus. 49 % sind dafür, dass eine solche Steuer erst bei größeren Erbschaften und Schenkungen greift (ab rund einer Million Euro). 36 % lehnen eine Erbschafts- und Schenkungssteuer grundsätzlich ab, 5 % machen dazu keine Angaben.
Für eine Besteuerung großer Erbschaften und Schenkungen sind vor allem Anhänger der Grünen (66 %) und der SPÖ (63 %). Aber auch 51 % der NEOS-, 46 % der ÖVP- und 41 % der FPÖ-Anhänger befürworten sie.
ÖVP lehnt neue Steuer ab
Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung sind Vermögens- oder Erbschaftssteuern nicht vorgesehen. Für die ÖVP bekräftigte Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl erst vor wenigen Tagen im Nationaltrat das strikte Nein zu einer Erbschaftssteuer.





