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2,8 Prozent – Lebensmittelpreise drücken Inflation nach unten
Die Inflation in Österreich ist im Juli 2026 auf 2,8 Prozent gesunken, nach 3,2 Prozent im Juni. Das gab die Statistik Austria am Mittwoch bekannt. Gegenüber dem Vormonat Juni blieb das Preisniveau im Schnitt unverändert.
„Rund die Hälfte des Rückgangs ist auf die leicht gesunkenen Nahrungsmittelpreise zurückzuführen“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Dabei habe die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 10 auf 4,9 Prozent ab 1. Juli „eine wesentliche Rolle“ gespielt. Bereinigt um die Nahrungsmittelpreise läge die Inflation bei 3,0 Prozent.
Nahrungsmittel billiger, Verkehr bleibt Haupttreiber
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verbilligten sich im Schnitt um 0,4 Prozent, nachdem sie im Juni noch um 1,3 Prozent teurer geworden waren. Bei den Nahrungsmitteln allein betrug der Rückgang 0,5 Prozent. Deutlich zeigte sich die Steuersenkung etwa bei Milch und Eiern (minus 3,2 Prozent), Gemüse (minus 2,8 Prozent) sowie Speisefetten und -ölen (minus 12,9 Prozent). Auch beim von der Senkung nicht betroffenen Fleisch ließ der Preisdruck nach (plus 1,7 Prozent nach plus 2,6 Prozent).
Bedeutendster Inflationstreiber im Jahresvergleich blieb der Verkehr mit einem Plus von 6,4 Prozent, etwas schwächer als im Juni (plus 6,5 Prozent). Zwar stiegen die Treibstoffpreise mit 17,6 Prozent kräftiger, doch dämpften unter anderem geringere Preiszuwächse bei Flugtickets (plus 15,5 nach plus 22,4 Prozent) den Anstieg.
Strompreise wirken weiter dämpfend auf Inflation
Der Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerte sich mit plus 2,7 Prozent schwächer als im Juni (plus 3,0 Prozent) – ausschlaggebend waren die etwas weniger stark gestiegenen Mieten (plus 4,4 Prozent). Preisdämpfend wirkten weiterhin die Strompreise (minus 10,4 Prozent), begünstigt durch die ab Jänner wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe und des Erneuerbaren-Förderbeitrags. Zusätzliche Effekte brachten ein Sozialtarif für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie der Sommer-Netztarif mit einem um 20 Prozent reduzierten Netzentgelt tagsüber.
Merklich verteuert haben sich weiterhin Gastronomie und Beherbergung (plus 4,6 Prozent) sowie der Bereich Gesundheit (plus 4,6 Prozent), wo vor allem Arzneimittel und ambulante Leistungen zu Buche schlugen.
Im Monatsvergleich unverändert
Von Juni auf Juli blieben die Preise im Schnitt unverändert. Hauptpreistreiber waren teurere Pauschalreisen (plus 11,8 Prozent), während der Schlussverkauf mit niedrigeren Preisen für Bekleidung (minus 11,9 Prozent) den stärksten dämpfenden Effekt lieferte.
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