So lief der Krimi an der Grenze ab

Soldaten des Bundesheeres an der Grenze. Foto: Bundesheer
Soldaten des Bundesheeres an der Grenze. Foto: Bundesheer

Ein dunkelblauer Kombi entzieht sich Montag der Kontrolle am Grenzübergang Eberau im Burgenland, meldet das Bundesministerium für Landesverteidigung in einer Aussendung. Das Fahrzeug konnte zwar von Soldaten des Bundesheeres gestoppt werden, doch dann fielen Schüsse. So lief der Krimi an der Grenze ab:

 

Schüsse an der Grenze

Montag, 7 Uhr – Grenzübergang Eberau, Bezirk Güssing.

Die Assistenzsoldaten des Bundesheeres führen Routinekontrollen am Grenzübergang durch.

 

Eine Routinekontrolle an der Grenze. Symbolbild. Foto: Bundesheer

Eine Routinekontrolle an der Grenze. Symbolbild. Foto: Bundesheer

 

Etwa gegen 7 Uhr Früh nähert sich ein dunkelblauer Kombi dem Grenzübergang. Die vier Soldaten des Bundesheeres wollen ihn zur Kontrolle anhalten. Der Fahrer stieg jedoch umgehend aufs Gas und versuchte zu flüchten. Noch wissen die Soldaten nicht, dass sich im Kombi mehrere Personen befinden.

Der Fahrer flüchtete in Richtung Ungarn, bis der Wagen von der Straße abkam und anschließend weiter querfeldein fuhr. Dabei konnte der Wagen jedoch von den Soldaten gestoppt werden.

Einer der mutmaßlichen Schlepper lief in Richtung Ungarn zu Fuß davon. Plötzlich fallen Schüsse. Der Verdächtige schoss mehrmals auf die Assistenzsoldaten.

 

Mit diesem dunkelblauen Kombi ergriffen die mutmaßlichen Schlepper die Flucht. Foto: Bundesheer

Mit diesem dunkelblauen Kombi ergriffen die mutmaßlichen Schlepper die Flucht. Foto: Bundesheer

 

Auf einem Feld konnte der Wagen schließlich gestoppt werden. Foto: Bundesheer

Auf einem Feld konnte der Wagen schließlich gestoppt werden. Foto: Bundesheer

 

Einer der mutmaßliche Schlepper konnte noch am Tatort von Einsatzkräften der Polizei festgenommen werden, der zweite, der auch die Schüsse abgab, konnte in Richtung Ungarn flüchten, bestätigte die Landespolizeidirektion Burgenland auf Anfrage von Zur-Sache.

 

Ehrung für die Soldaten

„Dieser Vorfall verdeutlicht, dass die Maßnahmen der Schlepper und die damit verbundene Kriminalität neue Dimensionen erreicht haben. Ich bin froh, dass die eingesetzten Soldaten beim Schusswechsel unverletzt geblieben sind.“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in einer Aussendung.

Am Dienstag besuchten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Innenminister Gerhard Karner den Polizeikooperationszentrum Nickelsdorf. Dabei ehrte die Verteidigungsministerin die vier Soldaten des Jägerbataillon 17, welche maßgeblich an der Anhaltung des mutmaßlichen Schleppers beteiligt waren, mit einer Anerkennungsmedaille zum Dank für ihren Einsatz.

 

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Erst Dienstag traf sich Innenminister Gerhard Karner mit seinem ungarischen Amtskollegen Sándor Pintér um mit ihm unter anderem über den Außengrenzschutz und die Migrationslage zu sprechen, Zur-Sache berichtete bereits.

„Ungarn ist ein wichtiger Partner bei der Bekämpfung der organisierten Schlepperkriminalität, weshalb die polizeiliche Zusammenarbeit diesbezüglich ausgebaut werden soll“, so Karner.

 

Ermittlungserfolg

Wie Mittwoch bekannt wurde, konnte der flüchtige mutmaßliche Schlepper in Ungarn, nahe der Österreichischen Grenze im Zuge einer Fahrzeugkontrolle durch ungarische Polizisten festgenommen werden. In dem Fahrzeug mit ungarischem Kennzeichen befanden sich laut Polizei drei Personen, wobei einer als der gesuchte 26-Jährige identifiziert wurde.

Innenminister Gerhard Karner bedankte sich bei den ungarischen Kollegen. „Der gegenständliche Fall hat einmal mehr gezeigt, wie effizient und rasch die Kooperation an der burgenländisch-ungarischen Grenze funktioniert“, betonte er abschließend.