1 Million Impfdosen ab April zusätzlich: Österreich erhält Möglichkeit auf Zugriff von Sputnik V

iStock.com/ titoOnz, Zur Sache
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Österreich hat die Möglichkeit ab April 1 Million Dosen des russischen Sputnik V Impfstoff zu beziehen. Damit können 500.000 Menschen geimpft werden. Derzeit laufen dementsprechende Verhandlungen mit dem russischen Botschafter in Österreich und dem Impfstoffhersteller, wie das Bundeskanzleramt mitteilt.

Bereits am 26. Februar telefonierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Thema war eine mögliche Lieferung des Impfstoffs Sputnik V nach Österreich. Noch am selben Tag erfolgte eine Kontaktaufnahme Österreichs mit dem Russian Direct Investment Fund (RDIF), der für den Vertrieb des Impfstoffes zuständig ist.

 

Keine geopolitischen Scheuklappen

Sebastian Kurz bedankte sich für den Austausch mit Russland und betonte „Beim Impfstoff darf es keine geopolitischen Scheuklappen geben. Das Einzige was zählen darf ist, ob der Impfstoff wirksam und sicher ist, nicht woher er kommt.“

Wenn Österreich 1 Million Impfdosen zusätzlich bekommen würde, wäre eine frühere Rückkehr zur Normalität möglich, so Kurz am Dienstag. Der Bundeskanzler fügte hinzu: „wir können viele Menschenleben sowie Arbeitsplätze retten.“

 

Vollständiger Impfschutz für 500.000 Menschen

Am 5. März gab es einen weiteren Termin zwischen Sebastian Kurz und Kirill Dmitriev (CEO von RDIF). Seitdem laufen konkrete Vertragsverhandlungen, in die auch das österreichische Gesundheitsministerium eingebunden ist.

Der Verhandlungsgegenstand ist der Ankauf von 1 Mio. Dosen Sputnik V. Da, wie auch bei BioNTech/Pfizer, zwei Dosen des Impfstoffes zum vollständigen Schutz nötig sind, dient diese Menge zur Impfung von 500.000 Menschen ab April. 300.000 Dosen sollen im April, weitere 500.000 im Mai und Anfang Juni 200.000 geliefert werden.

 

Rufe nach Sputnik V werden lauter

Der Sputnik V Impfstoff (Offizieller Name: Gam-COVID-Vac) befindet sich derzeit im Rolling Review Verfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA). In diesem Verfahren wurden auch die Impfstoffe Moderna und BiNTech/Pfizer überprüft. Sputnik V ist laut dem Hersteller derzeit in 56 Staaten weltweit zugelassen. Im Fachmagazin „The Lancet“ wurde Sputnik V jüngst eine Wirksamkeit von 91,6% zugesprochen.

Innerhalb der EU wird Sputnik V aktuell in Ungarn verimpft, die Slowakei hat Dosen angekauft. Außerdem impfen beispielsweise San-Marino, Argentinien, Serbien und die Vereinigten Arabischen Emirate damit. Rufe nach Sputnik V werden derzeit auch in Deutschland lauter. Markus Söder (CSU) drängte Anfang der Woche auf eine schnelle Zulassung des Impfstoffs in Europa.

1 Million Impfdosen ab April zusätzlich: Österreich erhält Möglichkeit auf Zugriff von Sputnik V

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Österreich hat die Möglichkeit ab April 1 Million Dosen des russischen Sputnik V Impfstoff zu beziehen. Damit können 500.000 Menschen geimpft werden. Derzeit laufen dementsprechende Verhandlungen mit dem russischen Botschafter in Österreich und dem Impfstoffhersteller, wie das Bundeskanzleramt mitteilt.

Bereits am 26. Februar telefonierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Thema war eine mögliche Lieferung des Impfstoffs Sputnik V nach Österreich. Noch am selben Tag erfolgte eine Kontaktaufnahme Österreichs mit dem Russian Direct Investment Fund (RDIF), der für den Vertrieb des Impfstoffes zuständig ist.

 

Keine geopolitischen Scheuklappen

Sebastian Kurz bedankte sich für den Austausch mit Russland und betonte „Beim Impfstoff darf es keine geopolitischen Scheuklappen geben. Das Einzige was zählen darf ist, ob der Impfstoff wirksam und sicher ist, nicht woher er kommt.“

Wenn Österreich 1 Million Impfdosen zusätzlich bekommen würde, wäre eine frühere Rückkehr zur Normalität möglich, so Kurz am Dienstag. Der Bundeskanzler fügte hinzu: „wir können viele Menschenleben sowie Arbeitsplätze retten.“

 

Vollständiger Impfschutz für 500.000 Menschen

Am 5. März gab es einen weiteren Termin zwischen Sebastian Kurz und Kirill Dmitriev (CEO von RDIF). Seitdem laufen konkrete Vertragsverhandlungen, in die auch das österreichische Gesundheitsministerium eingebunden ist.

Der Verhandlungsgegenstand ist der Ankauf von 1 Mio. Dosen Sputnik V. Da, wie auch bei BioNTech/Pfizer, zwei Dosen des Impfstoffes zum vollständigen Schutz nötig sind, dient diese Menge zur Impfung von 500.000 Menschen ab April. 300.000 Dosen sollen im April, weitere 500.000 im Mai und Anfang Juni 200.000 geliefert werden.

 

Rufe nach Sputnik V werden lauter

Der Sputnik V Impfstoff (Offizieller Name: Gam-COVID-Vac) befindet sich derzeit im Rolling Review Verfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA). In diesem Verfahren wurden auch die Impfstoffe Moderna und BiNTech/Pfizer überprüft. Sputnik V ist laut dem Hersteller derzeit in 56 Staaten weltweit zugelassen. Im Fachmagazin „The Lancet“ wurde Sputnik V jüngst eine Wirksamkeit von 91,6% zugesprochen.

Innerhalb der EU wird Sputnik V aktuell in Ungarn verimpft, die Slowakei hat Dosen angekauft. Außerdem impfen beispielsweise San-Marino, Argentinien, Serbien und die Vereinigten Arabischen Emirate damit. Rufe nach Sputnik V werden derzeit auch in Deutschland lauter. Markus Söder (CSU) drängte Anfang der Woche auf eine schnelle Zulassung des Impfstoffs in Europa.