Spätere Sperrstunde und mehr Gäste: Nächste Öffnungen in weniger als zwei Wochen

Foto: BKA/ Dragan Tatic
Foto: BKA/ Dragan Tatic

Am Freitag beschlossen der Bund und die Länder neue Öffnungsschritte, die ab 10. Juni gelten sollen. Die Regierungsspitze um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte in Wien umfassende Änderungen für zahlreiche Bereiche an. Mit 1. Juli sollen viele Regelungen wie Abstand und Masken komplett wegfallen und nur noch „3-G Regeln“ gelten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sowie drei Experten und die Landeshauptleute berieten zu den Öffnungsschritten.

 

Positiv Entwicklung in allen Bereichen

Vor der Verkündung der Öffnungen zog der Bundekanzler eine sehr positive Bilanz zum Infektionsgeschehen in Österreich:

Es gibt eine sinkende Tendenz in allen Bereichen, weniger Ansteckungen bei einer 7-Tages Inzidenz von 40. Weniger als 500 Menschen befinden sich zudem in Spitalsbehandlung, nur noch 157 Menschen davon in Intensivbehandlung.

Positive Entwicklung gibt es dafür beim Impfen, 3,5 Millionen Menschen sind inzwischen Erstgeimpft, was weit über die Hälfte derer entspricht, die sich impfen lassen wollen. Manche Ziele beim Impfen wurden sogar übererfüllt, so der Kanzler: „Die Impfung der über 65-jährigen im April, die Impfung der über 50-jährigen im Mai.“

 

Mehr Lebensqualität geht als Ruck durch das Land

Zusammengefasst zeigte sich Kurz erfreut, dass Öffnungsschritte gesetzt wurden. Diese waren nötig und haben einen Ruck im Land ausgelöst. Die Menschen haben mehr Lebensqualität. Zudem ist eine positive Dynamik am Arbeitsmarkt entstanden: 19.000 Menschen sind seit letzter Woche wieder in Beschäftigung. Mittlerweile gibt es unter 400.000 Arbeitslose. Diese Zahl sei zwar noch zu hoch, aber deutlich weniger, als man das vor einem Jahr erwartet hätte, so der Bundeskanzler.

Die bisherigen Erfolge bieten laut Kurz die ideale Basis für die nächsten Öffnungsschritte, die in einem drei Wochen Rhythmus kommen werden, also nach dem 10. Juni sind die nächsten Öffnungen für 1. Juli vorgesehen.

 

Öffnungen ab 10. Juni im Überblick

Gastronomie:

  • Mehr Gäste werden erlaubt: Statt bisher 4 Erwachsene Indoor und 10 Erwachsene Outdoor sind ab 10. Juni 8 Erwachsene Indoor und 16 Outdoor erlaubt.
  • Sperrstunde wird von 22:00 auf 24:00 angehoben
  • Anstandsregeln werden von 2m auf 1 m gesenkt

„Eine Regelung, die jetzt nicht jeden einzelnen Gast betrifft, aber die Betriebe betrifft“, damit werde es für viele Betriebe einfacher gewinnbringend zu arbeiten.

 

Kultur und Veranstaltungen:

  • Maximal 75% Auslastung erlaubt statt bisher 50%
  • Busreisen werden ab 10. Juni vollständig möglich

 

Freizeitbetriebe, Sport, Wellness:

  • Mindestfläche pro Person wird von 20qm auf 10qm erhöht

 

Ehrenamt:

  • Musikvereine und Chöre werden nun behandelt wie Profimusiker und dürfen sich unter Einhaltung der „3-G Regeln“ uneingeschränkt treffen

 

Handel:

  • Fläche von 10qm pro Kunde erlaubt, statt wie bisher 20qm pro Kunde

„Das wird eine positive Dynamik im Handel auslösen und dazu führen, dass weiter Menschen aus der Arbeitslosigkeit wieder in Beschäftigung bringen können“, so der Bundeskanzler

 

Reise- und Grenzverkehr:

  • „Pre Travel Clearence“ ist nur noch für Hochrisiko- und Virusvariantengebiete nötig

Diese Regelungen soll explizit zu weniger Staus in Grenzregionen führen.

 

Mit 1. Juli blüht das öffentliche Leben komplett auf

 

Das klare Ziel bleibt weiterhin die Normalität im Sommer, wie der Bundeskanzler betont. Der weitere Stichtag hierfür ist der 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt sollen noch weitere Erleichterungen gelten:

  • Masken-Lockerungen (außer bspw. ÖPNV)
  • Kultur und Sport und weitere Bereiche ohne Beschränkungen außer 3-G
  • Nachtgastronomie und Hochzeiten
  • Keine Gruppenbegrenzungen in der Gastronomie
  • Großveranstaltungen

 

Mit 1. Juli soll somit das gesellschaftliche Leben wieder aufblühen, wie der Bundekanzler betonte. Kurz rechnet außerdem damit, dass bis 1. Juli 5 Millionen Menschen geimpft sein können.

Als Fazit fasst der Bundeskanzler zusammen, dass das zentrale Versprechen der Politik hinsichtlich Corona gehalten werden kann: Normalität ab dem Sommer. Außerdem konnten die Versprechen zur Impfung gehalten werden.

Spätere Sperrstunde und mehr Gäste: Nächste Öffnungen in weniger als zwei Wochen

Foto: BKA/ Dragan Tatic
Foto: BKA/ Dragan Tatic

Am Freitag beschlossen der Bund und die Länder neue Öffnungsschritte, die ab 10. Juni gelten sollen. Die Regierungsspitze um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte in Wien umfassende Änderungen für zahlreiche Bereiche an. Mit 1. Juli sollen viele Regelungen wie Abstand und Masken komplett wegfallen und nur noch „3-G Regeln“ gelten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sowie drei Experten und die Landeshauptleute berieten zu den Öffnungsschritten.

 

Positiv Entwicklung in allen Bereichen

Vor der Verkündung der Öffnungen zog der Bundekanzler eine sehr positive Bilanz zum Infektionsgeschehen in Österreich:

Es gibt eine sinkende Tendenz in allen Bereichen, weniger Ansteckungen bei einer 7-Tages Inzidenz von 40. Weniger als 500 Menschen befinden sich zudem in Spitalsbehandlung, nur noch 157 Menschen davon in Intensivbehandlung.

Positive Entwicklung gibt es dafür beim Impfen, 3,5 Millionen Menschen sind inzwischen Erstgeimpft, was weit über die Hälfte derer entspricht, die sich impfen lassen wollen. Manche Ziele beim Impfen wurden sogar übererfüllt, so der Kanzler: „Die Impfung der über 65-jährigen im April, die Impfung der über 50-jährigen im Mai.“

 

Mehr Lebensqualität geht als Ruck durch das Land

Zusammengefasst zeigte sich Kurz erfreut, dass Öffnungsschritte gesetzt wurden. Diese waren nötig und haben einen Ruck im Land ausgelöst. Die Menschen haben mehr Lebensqualität. Zudem ist eine positive Dynamik am Arbeitsmarkt entstanden: 19.000 Menschen sind seit letzter Woche wieder in Beschäftigung. Mittlerweile gibt es unter 400.000 Arbeitslose. Diese Zahl sei zwar noch zu hoch, aber deutlich weniger, als man das vor einem Jahr erwartet hätte, so der Bundeskanzler.

Die bisherigen Erfolge bieten laut Kurz die ideale Basis für die nächsten Öffnungsschritte, die in einem drei Wochen Rhythmus kommen werden, also nach dem 10. Juni sind die nächsten Öffnungen für 1. Juli vorgesehen.

 

Öffnungen ab 10. Juni im Überblick

Gastronomie:

  • Mehr Gäste werden erlaubt: Statt bisher 4 Erwachsene Indoor und 10 Erwachsene Outdoor sind ab 10. Juni 8 Erwachsene Indoor und 16 Outdoor erlaubt.
  • Sperrstunde wird von 22:00 auf 24:00 angehoben
  • Anstandsregeln werden von 2m auf 1 m gesenkt

„Eine Regelung, die jetzt nicht jeden einzelnen Gast betrifft, aber die Betriebe betrifft“, damit werde es für viele Betriebe einfacher gewinnbringend zu arbeiten.

 

Kultur und Veranstaltungen:

  • Maximal 75% Auslastung erlaubt statt bisher 50%
  • Busreisen werden ab 10. Juni vollständig möglich

 

Freizeitbetriebe, Sport, Wellness:

  • Mindestfläche pro Person wird von 20qm auf 10qm erhöht

 

Ehrenamt:

  • Musikvereine und Chöre werden nun behandelt wie Profimusiker und dürfen sich unter Einhaltung der „3-G Regeln“ uneingeschränkt treffen

 

Handel:

  • Fläche von 10qm pro Kunde erlaubt, statt wie bisher 20qm pro Kunde

„Das wird eine positive Dynamik im Handel auslösen und dazu führen, dass weiter Menschen aus der Arbeitslosigkeit wieder in Beschäftigung bringen können“, so der Bundeskanzler

 

Reise- und Grenzverkehr:

  • „Pre Travel Clearence“ ist nur noch für Hochrisiko- und Virusvariantengebiete nötig

Diese Regelungen soll explizit zu weniger Staus in Grenzregionen führen.

 

Mit 1. Juli blüht das öffentliche Leben komplett auf

 

Das klare Ziel bleibt weiterhin die Normalität im Sommer, wie der Bundeskanzler betont. Der weitere Stichtag hierfür ist der 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt sollen noch weitere Erleichterungen gelten:

  • Masken-Lockerungen (außer bspw. ÖPNV)
  • Kultur und Sport und weitere Bereiche ohne Beschränkungen außer 3-G
  • Nachtgastronomie und Hochzeiten
  • Keine Gruppenbegrenzungen in der Gastronomie
  • Großveranstaltungen

 

Mit 1. Juli soll somit das gesellschaftliche Leben wieder aufblühen, wie der Bundekanzler betonte. Kurz rechnet außerdem damit, dass bis 1. Juli 5 Millionen Menschen geimpft sein können.

Als Fazit fasst der Bundeskanzler zusammen, dass das zentrale Versprechen der Politik hinsichtlich Corona gehalten werden kann: Normalität ab dem Sommer. Außerdem konnten die Versprechen zur Impfung gehalten werden.