Umfassende Unterstützung für Familien

Susanne Raab: Hilfe für Familien; Foto: BKA
Susanne Raab: Hilfe für Familien; Foto: BKA

Der aktuelle Bericht zur Lage der Familien in Österreich „erscheint in einem schwierigen Umfeld“, sagte Familienministerin Susannen Raab am Mittwoch im Bundeskanzleramt. Gemeinsam mit Studienautor Univ.-Prof. Wolfgang Mazal präsentierte sie diese umfassende Bestandsaufnahme der Situation von Familien in Österreich.

 

Der Familienbericht 2021 ist ein „wichtiger Radar für die Familienpolitik und Forschung“ und zeigt, dass die Bedeutung von Familien gestiegen ist, erklärte Raab. Für Familien wurde in der Berichtsperiode 2010-2019 vieles erreicht, wie Raab erläuterte: Von der Ausweitung der Familienleistungen über die stufenweise Erhöhung der Familienbeihilfe, der Einführung des Familienbonus plus bis hin zum Ausbau der Kinderbetreuung. „Die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen für Familien in der aktuellen Corona-Krise zeigen, dass die Regierung die Familien und ihre Lage sehr ernst nimmt.“

Im folgenden eine Aufstellung der Daten aus dem Familienbericht, wie sie das Bundesministerium für Familien und Integration anhand des Familienberichts aufbereitet hat.

 

Hilfe für Familien in der Corona-Krise

  • In der Corona-Krise hat die Regierung zahlreiche Maßnahmen für Familien umgesetzt, um sie zu unterstützen
    • Familienhärtefonds
      • 200 Millionen stehen für Familien zur Verfügung
      • Laufzeit bis Ende Juni verlängert
      • Derzeit fast 130 Mio. Euro an 97.000 Antragsteller ausbezahlt
    • Auszahlungen an Sonder-Familienbeihilfe im Umfang von über 100 Mio. Euro
    • Einführung und Dotierung des Familienkrisenfonds
    • Einführung eines Kinderbonus in Höhe von 360 Euro pro Kind
    • Regelungen für die Sonderbetreuungszeit
    • neue Regeln für Unterhaltsvorschuss

 

Vier Meilensteine für Familienpolitik

Meilenstein 1: Österreich im Spitzenfeld der finanziellen Familienleistungen

Bei den finanziellen Familienleistungen liegt Österreich unter den TOP 3 in der Europäischen Union, vor Österreich liegen nur Luxemburg und Estland. Namentlich das Kinderbetreuungsgeld ist im europäischen Vergleich besonders großzügig angesetzt. Die wichtigsten Familienleistungen werden aus Familienlastenausgleichsfonds oder kurz FLAF genannt bezahlt. Das Volumen des FLAF machte 2019 rund 10 Prozent vom Gesamtbudget des Bundes aus. Von rund 7 Milliarden Euro FLAF werden rund 3,5 Milliarden Euro für Familienbeihilfe und rund 1,2 Milliarden Euro für Kinderbetreuungsgeld ausgegeben

Meilenstein 2: Stufenweise Erhöhung der Familienbeihilfe

Zu den Größenordnungen: gegenwärtig beziehen rund 1,1 Millionen Anspruchsberechtigte für rund 1,8 Millionen Kinder die Familienbeihilfe. Von 2009 bis 2019 wurden rund 37 Mrd. an Familienbeihilfe ausbezahlt, jährlich werden dafür rund 3,5 Mrd. ausgegeben. Im Jahr 2014 wurde die Familienbeihilfe novelliert und eine stufenweise Erhöhung beschlossen. Von 2014 bis 2018 sind rund 830 Millionen Euro zusätzlich zu bisherigen Mitteln aus dem FLAF bereitgestellt worden

Meilenstein 3: Einführung des Familienbonus Plus

Der Familienbonus Plus wurde 2019 eingeführt und ist ein Absetzbetrag, bei dem die Steuerlast von steuerpflichtigen Eltern pro Kind bis 18 Jahre um bis zu 1.500 Euro jährlich bzw. für volljährige Kinder in Ausbildung um 500 Euro jährlich reduziert wird. Der Familienbonus Plus kommt laut Finanzministerium rund 950.000 Familien mit rund 1,6 Mio. Kindern zugute.

Meilenstein 4: Deutlicher Ausbau der Kinderbetreuung

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist ein wichtiger Schlüssel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daher wurden Initiativen und Budgets geschaffen, um die Betreuung für Kinder quantitativ und qualitativ zu erweitern. In Zahlen  bedeutet dies:

  • Insgesamt sind zwischen 2008 (Zeitpunkt der Einführung der Leistung) und 2018 rund 442,5 Mio. Euro an Bundesmitteln geflossen
  • Seit Beginn der Offensive im Jahr 2008 hat sich die Zahl der betreuten unter 3-Jährigen mehr als verdoppelt
  • Bei den 3- bis 6-Jährigen wurde das Barcelona-Ziel, das eine Betreuungsquote von 90 % definiert, bereits übertroffen
  • Insgesamt wurden 82.877 Plätze in elementaren Bildungseinrichtungen geschaffen, 45.478 davon für unter-3-jährige Kinder
  • Von 2009 bis 2019 wurden 76.097 zusätzliche Plätze in elementaren Bildungseinrichtungen geschaffen, 43.319 davon für unter 3-Jährige.

 

Umfassende Unterstützung für Familien

Susanne Raab: Hilfe für Familien; Foto: BKA
Susanne Raab: Hilfe für Familien; Foto: BKA

Der aktuelle Bericht zur Lage der Familien in Österreich „erscheint in einem schwierigen Umfeld“, sagte Familienministerin Susannen Raab am Mittwoch im Bundeskanzleramt. Gemeinsam mit Studienautor Univ.-Prof. Wolfgang Mazal präsentierte sie diese umfassende Bestandsaufnahme der Situation von Familien in Österreich.

 

Der Familienbericht 2021 ist ein „wichtiger Radar für die Familienpolitik und Forschung“ und zeigt, dass die Bedeutung von Familien gestiegen ist, erklärte Raab. Für Familien wurde in der Berichtsperiode 2010-2019 vieles erreicht, wie Raab erläuterte: Von der Ausweitung der Familienleistungen über die stufenweise Erhöhung der Familienbeihilfe, der Einführung des Familienbonus plus bis hin zum Ausbau der Kinderbetreuung. „Die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen für Familien in der aktuellen Corona-Krise zeigen, dass die Regierung die Familien und ihre Lage sehr ernst nimmt.“

Im folgenden eine Aufstellung der Daten aus dem Familienbericht, wie sie das Bundesministerium für Familien und Integration anhand des Familienberichts aufbereitet hat.

 

Hilfe für Familien in der Corona-Krise

  • In der Corona-Krise hat die Regierung zahlreiche Maßnahmen für Familien umgesetzt, um sie zu unterstützen
    • Familienhärtefonds
      • 200 Millionen stehen für Familien zur Verfügung
      • Laufzeit bis Ende Juni verlängert
      • Derzeit fast 130 Mio. Euro an 97.000 Antragsteller ausbezahlt
    • Auszahlungen an Sonder-Familienbeihilfe im Umfang von über 100 Mio. Euro
    • Einführung und Dotierung des Familienkrisenfonds
    • Einführung eines Kinderbonus in Höhe von 360 Euro pro Kind
    • Regelungen für die Sonderbetreuungszeit
    • neue Regeln für Unterhaltsvorschuss

 

Vier Meilensteine für Familienpolitik

Meilenstein 1: Österreich im Spitzenfeld der finanziellen Familienleistungen

Bei den finanziellen Familienleistungen liegt Österreich unter den TOP 3 in der Europäischen Union, vor Österreich liegen nur Luxemburg und Estland. Namentlich das Kinderbetreuungsgeld ist im europäischen Vergleich besonders großzügig angesetzt. Die wichtigsten Familienleistungen werden aus Familienlastenausgleichsfonds oder kurz FLAF genannt bezahlt. Das Volumen des FLAF machte 2019 rund 10 Prozent vom Gesamtbudget des Bundes aus. Von rund 7 Milliarden Euro FLAF werden rund 3,5 Milliarden Euro für Familienbeihilfe und rund 1,2 Milliarden Euro für Kinderbetreuungsgeld ausgegeben

Meilenstein 2: Stufenweise Erhöhung der Familienbeihilfe

Zu den Größenordnungen: gegenwärtig beziehen rund 1,1 Millionen Anspruchsberechtigte für rund 1,8 Millionen Kinder die Familienbeihilfe. Von 2009 bis 2019 wurden rund 37 Mrd. an Familienbeihilfe ausbezahlt, jährlich werden dafür rund 3,5 Mrd. ausgegeben. Im Jahr 2014 wurde die Familienbeihilfe novelliert und eine stufenweise Erhöhung beschlossen. Von 2014 bis 2018 sind rund 830 Millionen Euro zusätzlich zu bisherigen Mitteln aus dem FLAF bereitgestellt worden

Meilenstein 3: Einführung des Familienbonus Plus

Der Familienbonus Plus wurde 2019 eingeführt und ist ein Absetzbetrag, bei dem die Steuerlast von steuerpflichtigen Eltern pro Kind bis 18 Jahre um bis zu 1.500 Euro jährlich bzw. für volljährige Kinder in Ausbildung um 500 Euro jährlich reduziert wird. Der Familienbonus Plus kommt laut Finanzministerium rund 950.000 Familien mit rund 1,6 Mio. Kindern zugute.

Meilenstein 4: Deutlicher Ausbau der Kinderbetreuung

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist ein wichtiger Schlüssel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daher wurden Initiativen und Budgets geschaffen, um die Betreuung für Kinder quantitativ und qualitativ zu erweitern. In Zahlen  bedeutet dies:

  • Insgesamt sind zwischen 2008 (Zeitpunkt der Einführung der Leistung) und 2018 rund 442,5 Mio. Euro an Bundesmitteln geflossen
  • Seit Beginn der Offensive im Jahr 2008 hat sich die Zahl der betreuten unter 3-Jährigen mehr als verdoppelt
  • Bei den 3- bis 6-Jährigen wurde das Barcelona-Ziel, das eine Betreuungsquote von 90 % definiert, bereits übertroffen
  • Insgesamt wurden 82.877 Plätze in elementaren Bildungseinrichtungen geschaffen, 45.478 davon für unter-3-jährige Kinder
  • Von 2009 bis 2019 wurden 76.097 zusätzliche Plätze in elementaren Bildungseinrichtungen geschaffen, 43.319 davon für unter 3-Jährige.