Staatssekretärin Claudia Plakolm appelliert an die Generationengerechtigkeit: „Wer € 6.000 Pension hat, braucht keine 10% Erhöhung, hier ist die Inflationsanpassung von 5,8% aus meiner Sicht einfach genug." Quelle: BKA/ Arno Melicharek

Mit der klaren Forderung nach Gerechtigkeit zwischen den Generationen schaltet sich die Jugendstaatssekretär Claudia Plakolm in die Pensions-Debatte ein. Sie tritt damit dem Vorschlag des SPÖ-Pensionistenverbandes entgegen, der eine Erhöhung der Pensionen um rund zehn Prozent genannt hatte. Plakolm macht mit ihrem Appell für mehr  Generationengerechtigkeit auf den drohenden Schuldenrucksack der Jugend aufmerksam. Wie eine Recherche von Zur-Sache zeigt, teilen viele Nutzer in den sozialen Netzwerken die Aussage der Staatssekretärin und verteidigen Plakolm gegen Untergriffe und unsachliche Attacken.

 

Plakolm: „Schuldenrucksack der Jugend”

Peter Kostelka, Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes, geriet mit seiner Forderung nach einer Anpassung der Pensionen um rund 10 Prozent in starken Gegenwind – sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in den Medien.

In einer Presseaussendung stellt Jugendstaatssekretärin Plakolm jedenfalls klar: „7 von 10 jungen Menschen haben bereits jetzt das Gefühl, dass der Schuldenrucksack durch die Corona-Maßnahmen alleine auf ihren Schultern ruht.“

Plakolm meint weiters, dass zwischen jener Steigerung, die voraussichtlich der automatischen Pensionsanpassung entspräche, und der Forderung des SP-Pensionistenverbandes mehr als 700 Mio. Euro zusätzlicher Ausgaben pro Jahr liegen. Das sei so viel Geld, wie 10.000 Kochlehrlinge in 7 Jahren gemeinsam verdienen. Über eine halbe Milliarde Euro pro Jahr mehr im „Schuldenrucksack der Jugend” seien für die Staatssekretärin schlichtweg unverantwortlich.

So sehen das auch viele Nutzer auf Twitter:

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Appell an die Generationengerechtigkeit

Die Staatssekretärin appelliert an Kostelka für mehr Generationengerechtigkeit, sowohl in TV-Interviews als auch in einer Aussendung. Ihr sei bewusst, sagte Plakolm, dass sie sich im Moment damit nicht beliebt mache, doch dieses Thema müsse angesprochen werden.

Für Plakolm „ist es klar“, dass die Bezieher niedriger Pensionen mehr an Unterstützung brauchen. Daher erhalten Pensionsbezieher noch im September einen Direktzuschuss von bis zu 500 Euro und Bezieher von Mindestpensionen zum Beispiel einen Teuerungsausgleich von 300 Euro. Aber Luxuspensionen von 5.000 Euro oder noch mehr über der Inflation zu erhöhen, sei für sie nicht treffsicher, erklärte Plakolm.

„Kindern bringt man bei, nicht mehr auszugeben als sie haben – auch als Staat kann ich nicht unendlich Schulden machen – das fällt der Generation auf den Kopf die jetzt gerade die Schulbank drückt“, so Plakolm.

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Staatssekretärin Claudia Plakolm appelliert an die Generationengerechtigkeit: „Wer € 6.000 Pension hat, braucht keine 10% Erhöhung, hier ist die Inflationsanpassung von 5,8% aus meiner Sicht einfach genug." Quelle: BKA/ Arno Melicharek

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