Die Kampagne "Vorsorgen statt Rohr-Sorgen" geht in die zweite Phase. In der will Landwirtschaftsminister Totschnig Informationen rund ums Prüfen, Erneuern und Erhalten der heimischen Trink-und Abwasserinfrastruktur zur Verfügung stellen. Foto: BMLRT / Paul Gruber

Die heimische Trinkwasserversorgung muss erneuert und erhalten werden. Gemeinsam mit der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), dem Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAW), dem Städtebund und Gemeindebund startet Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig eine Initiative. Im Rahmen der Kampagne „Vorsorgen statt Rohr-Sorgen“ sollen Informationen rund ums Prüfen, Erneuern und Erhalten der heimischen Trink- und Abwasserinfrastruktur bereitgestellt und damit aufgezeigt werden, wie man sich vor einem Schaden schützen kann.

 

Mehrheit der Trinkwasserleitungen vor 1983 erbaut

„Sauberes Trinkwasser aus der Leitung und eine funktionierende Abwasserentsorgung sind für uns selbstverständlich. Rund neun von zehn Haushalten in Österreich sind an das heimische Trinkwasser- und Abwassersystem angeschlossen. Seit 1959 wurden rund 65 Milliarden Euro in unsere Leitungsnetze investiert. Viele dieser wichtigen Leitungen sind aber in die Jahre gekommen. Mit der Initiative ‚Vorsorgen statt Rohr-Sorgen‘ machen wir als Bundesministerium daher auf den Investitionsbedarf für unsere Wassernetze aufmerksam“, betont Bundesminister Norbert Totschnig.

Über 50 % der Trinkwasserleitungen und 30 % der Abwasserleitungen wurden vor 1983 erbaut und müssen daher in den nächsten Jahren erneuert werden. Bei einer Lebensdauer von durchschnittlich 50 Jahren fallen in dem 174.000 km langen Netz viele Erneuerungs- und Erhaltungsprojekte an. Dafür ist allerdings nicht nur der Staat bzw. Städte oder Gemeinden zuständig. Auf Privatgrund ist der Eigentümer für funktionsfähige Anschlüsse und Leitungen verantwortlich.

 

Rohre und Anschlüsse professionell prüfen lassen

Unsachgemäß ausgeführte oder schadhafte private Anschlüsse und Leitungen können das gesamte Netz belasten, zum Beispiel durch Wasserverluste an undichten Stellen oder Fremdwassereintritt. Eine sachgemäße Errichtung und regelmäßiges Prüfen der Leitungen und Anlagen durch zertifizierte Fachfirmen beugt dem vor.

Leitungen können mit unterschiedlichen Methoden überprüft werden, um Schäden zu finden. Um Lecks zu orten, können Trinkwasserleitungen beispielsweise „abgehört“ werden. Zur Inspektion von Kanälen kommen Roboter mit Kameras zum Einsatz, die auch kleine Reparaturen vornehmen können. Neben dem Prüfen ist auch rechtzeitiges Sanieren bzw. Erneuern wichtig.

Die Kampagne "Vorsorgen statt Rohr-Sorgen" geht in die zweite Phase. In der will Landwirtschaftsminister Totschnig Informationen rund ums Prüfen, Erneuern und Erhalten der heimischen Trink-und Abwasserinfrastruktur zur Verfügung stellen. Foto: BMLRT / Paul Gruber
Die Kampagne "Vorsorgen statt Rohr-Sorgen" geht in die zweite Phase. In der will Landwirtschaftsminister Totschnig Informationen rund ums Prüfen, Erneuern und Erhalten der heimischen Trink-und Abwasserinfrastruktur zur Verfügung stellen. Foto: BMLRT / Paul Gruber

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