Weitere 4,5 Millionen Euro für Deutschkurse

Bildungsminister Martin Polaschek will die Deutschförderkurse weiter ausbauen. Insgesamt 4,5 Mio. € werden dafür bereitgestellt. Foto: BKA / Regina Aigner
Bildungsminister Martin Polaschek will die Deutschförderkurse weiter ausbauen. Insgesamt 4,5 Mio. € werden dafür bereitgestellt. Foto: BKA / Regina Aigner

Um weiterhin eine funktionierende Integration zu ermöglichen, baut Bildungsminister Martin Polaschek die bestehenden Förderkurse für Deutsch weiter aus. Es werden sogenannte „Übergangslehrgänge“ für ukrainische Kinder und Jugendliche geschaffen, um ihnen zu erleichtern, Deutsch zu lernen.

 

Deutschkompetenzen noch weiter fördern

Die bereits etablierten Deutschförderkurse der 6-10-Jährigen stellen ein erfolgreiches System für die Integration dar. So sitzen derzeit schon über 11.000 ukrainische Schüler in österreichischen Schulen und finden sich laut Bildungsminister Polaschek bereits gut zurecht. „Das heißt aber nicht, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern wir müssen natürlich darauf achten, dass wir weiterhin diesen Kindern die bestmöglichen Chancen geben, sich in Österreich und im österreichischen Schulsystem zurecht zu finden“, so Polaschek weiter. Für ukrainische Studenten gab es im Juni schon eine Unterstützung in der Form von 100 Stipendien. (Zur-Sache berichtete)

Nun wird das Förderangebot in den Volksschulen weiter ausgebaut. Dafür stehen insgesamt 4,5 Mio. Euro bereit und sollen besonders betroffenen Standorten für mehr Förderstunden pro Woche zur Verfügung gestellt werden. Der Förderbedarf wird dabei durch die Schulleitung und die Klassenlehrer mittels sogenannter MIKA-D Testungen festgestellt. Dabei handelt es sich um einen standardisierten Test für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache. „Durch die Umsetzung dieser Maßnahme können wir nochmal verstärkt für die Altersgruppe der 6-10-jährigen Deutsch-Förderung anbieten“, meint der Bildungsminister dazu.

 

Übergangslehrgänge für Ukrainer

Auch die nicht mehr schulpflichtigen Kinder und Jugendliche werden in diesem Paket nicht vergessen. Für sie wird es sogenannte „Übergangslehrgänge“ geben, in denen sie in Gruppen von 12-20 Personen zwischen vier und sechs Wochen intensiv Deutsch lernen können.

Für den Unterricht sind Lehrpersonal sowie externe Personen mit freien Dienstverträgen vorgesehen. Polaschek ist zuversichtlich, dass der Personalbedarf damit gedeckt werden kann. Eine weitere Möglichkeit für die ukrainischen Kinder bieten die dieses Jahr wieder stattfindenden Sommerschulen. Dafür wurden nun die rechtlichen Rahmenbedingungen festgelegt und sie können wie gehabt starten.