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Leichtes Wachstum trotz globaler Krisen

Österreichs Wirtschaft ist robust, trotz der Krisen ist leichtes Wachstum möglich, prognostizieren die Wirtschaftsforscher. Foto: Pixelio / Digital Artist

Kriege und Krisen, insbesondere jene im Nahen Osten, bremsen die Ökonomie auch in Europa. Dennoch wird für Österreich leichtes Wachstum prognostiziert. Bundeskanzler Stocker zeigt sich zuversichtlich.

 

Wirtschaft robust

„Die heute veröffentlichten Konjunkturprognosen zeigen, dass sich die heimische Wirtschaft trotz schwieriger internationaler Rahmenbedingungen als widerstandsfähig erweist“, erklärte Bundeskanzler Christian Stocker in einer ersten Stellungnahme zu den Prognosen von WIFO und IHS.

IHS und Wifo prognostizieren leichtes Wachstum für Österreich. Sreenshot Wifo

IHS und Wifo prognostizieren leichtes Wachstum für Österreich. Sreenshot Wifo

Prognose kompakt

Und das sagt das WIFO zusammengefasst: Die österreichische Wirtschaft ist im Vorjahr stärker gewachsen als in der WIFO-Frühjahrsprognose vom April 2026 zugrunde gelegt. Damit ist die Ausgangslage für das laufende Jahr günstiger. Der Iran-Krieg hinterlässt allerdings Spuren. Die Inflation ist deutlich gestiegen und die Stimmung hat sich eingetrübt. Mit dem Rückgang der Energiepreise wird die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen. Österreichs Wirtschaft dürfte in den Jahren 2026 und 2027 jeweils um etwa 1% wachsen. Die Inflation wird im Jahresdurchschnitt 2026 3,2% betragen und 2027 auf 2,4% sinken. Die Arbeitslosenquote steigt im laufenden Jahr geringfügig und geht 2027 auf 7,3% zurück.

 

Wachstumsziel in Reichweite

„Unser Wachstumsziel von einem Prozent für 2026 bleibt in Reichweite“, sagte Stocker dazu. „Gerade der Blick auf den Jahresbeginn beweist, was trotz einer herausfordernden Ausgangslage möglich ist: Die Inflation ist erstmals wieder auf zwei Prozent gesunken, die Wirtschaft ist entgegen vieler Erwartungen gewachsen und durch eine strikte Nulltoleranzpolitik haben wir mehr Abschiebungen als Asylanträge verzeichnet.“

 

Geopolitische Konflikte gefährden Erfolge

Dass diese Erfolge durch neue geopolitische Konflikte wieder unter Druck geraten, ist eine Realität, der wir uns stellen müssen, so Stocker. Umso wichtiger ist es, dort für stabile Rahmenbedingungen zu sorgen, wo wir unmittelbar Verantwortung tragen: „Mit dem Doppelbudget verbinden wir die notwendige Budgetsanierung mit treffsicherer Standortpolitik. Wir belohnen mit Maßnahmen wie der Aktiv-Pension die Leistungsbereitschaft und entlasten durch die Lohnnebenkostensenkung den Faktor Arbeit. Gleichzeitig setzen wir mit Maßnahmen wie Abschiebungen aus der Haft und dem Stopp des Familiennachzugs unseren sicherheitspolitischen Kurs konsequent fort.“