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Wintersaison im Plus – Zehetner sieht Inlandstourismus als „Stabilitätsfaktor“
Die abgelaufene Wintersaison 2025/26 wird insgesamt positiv abschließen. Von November bis März wurden österreichweit 66,4 Millionen Nächtigungen verzeichnet, ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem vorläufigen Ergebnis der Statistik Austria hervor. Der März verzeichnete mit 12,1 Millionen Nächtigungen allerdings einen Rückgang von 4,9 Prozent, den die Statistiker vor allem mit Verschiebungen bei Ferien- und Reisezeiten erklären.
Inlandstouristen stützen schwache Auslandsnachfrage
Wie es sich bereits während der Saison abzeichnete, bilanziert der heimische Wintertourismus mit einem Nächtigungsplus. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob in einer Reaktion als stabilisierenden Faktor den Inlandstourismus hervor: „Der März ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark Tourismus von Kalender und internationalen Reisebewegungen abhängt. Umso wichtiger ist, dass der Inlandstourismus im März deutlich mit 7,8 Prozent zugelegt hat und damit einen Teil der schwächeren Auslandsnachfrage abfedern konnte. Über die gesamte bisherige Wintersaison liege auch die heimische Nachfrage im Plus. „Das gibt Betrieben zusätzliche Stabilität und bringt Wertschöpfung dorthin, wo sie besonders zählt, in die Regionen“, so Zehetner.
Globale Krisen ausschlaggebend
Die Staatssekretärin verwies auf die seit Ende Februar veränderten internationalen Rahmenbedingungen: Geopolitische Unsicherheit und eine spürbare „Trumpflation“ in wichtigen Quellmärkten erhöhten Kosten und dämpften die Nachfrage. „In so einer Lage wird Urlaub im eigenen Land zur Stabilitätsfrage. Für Beschäftigte, für Betriebe und für regionale Wirtschaftskreisläufe.“ Österreich sei für viele Österreicherinnen und Österreicher „das unterschätzteste Urlaubsland“ mit unentdeckten Potenzialen in allen Bundesländern. „Ich wünsche mir, dass wir neugierig bleiben und öfter auch im eigenen Land Neues entdecken. Das stärkt die Regionen und sorgt dafür, dass Wertschöpfung dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, so die Tourismus-Staatssekretärin mit einem Appell für Urlaub im eigenen Land.
Zehetner stellt sich schützend vor Tourismusbetriebe
Zehetner trat zugleich dem Bild entgegen, Tourismus sei ein Preistreiber: Viele Betriebe stünden am Ende der Wertschöpfungskette und müssen Kostensteigerungen bei Energie, Personal und Einkauf bei oft engen Margen tragen. Gute Auslastung sei daher kein Selbstzweck, sondern notwendig, damit Betriebe Qualität halten, investieren und Beschäftigung sichern könnten.
Nach dem Winter kommt neue Strategie
Am 15. Juni will Zehetner die nationale Tourismusstrategie „Vision T“ präsentieren. „Wir wollen den Ganzjahrestourismus stärken, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit absichern und die Rahmenbedingungen so verbessern, dass Betriebe und Beschäftigte langfristig profitieren und dass Urlaub in Österreich spitze und leistbar bleibt.“





