Ein Login fürs Unternehmen: ID Austria und Unternehmensserviceportal jetzt verbunden

Für Unternehmen soll die Nutzung des digitalen Angebot des Bundes noch einfacher werden. Foto: Screenshot ID-austria.at
Für Unternehmen soll die Nutzung des digitalen Angebot des Bundes noch einfacher werden. Foto: Screenshot ID-austria.at

Das Bundeskanzleramt verbindet zwei zentrale Systeme des digitalen Verwaltungsalltags: Über eine neue Schnittstelle zwischen dem Unternehmensserviceportal (USP) und der ID Austria können sich vertretungsbefugte Personen ab sofort direkt im Namen eines Unternehmens bei öffentlichen Online-Services anmelden – vorausgesetzt, das jeweilige Service hat diese Funktion aktiviert. Geprüfte Vertretungsbefugnisse und Berechtigungen fließen dabei unmittelbar in den Login-Prozess ein.

Pröll: „Zwei bewährte Systeme spielen zusammen“

„Wer ein Unternehmen vertritt, soll das auch digital einfach tun können”, so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Die Grundlage schaffe das USP, in dem Unternehmen selbst verwalteten, „wer in ihrem Namen handeln darf, rechtssicher und aktuell”. Diese Berechtigungen stünden nun direkt beim Login mit der ID Austria zur Verfügung: „Zwei bewährte Systeme spielen zusammen, das Ergebnis ist weniger Aufwand für Unternehmen, weniger Aufwand für die Verwaltung.”

 

Lücke beim digitalen Nachweis geschlossen

Digitale Verwaltungsservices benötigen oft genaue Angaben zu Vertretungsrechten – etwa, wer behördliche Schreiben entgegennehmen oder Förderanträge stellen darf. Das USP bildet diese Berechtigungen bereits heute rechtssicher ab und dient über 150 Services der öffentlichen Verwaltung als zentraler Zugangspunkt für Unternehmen. Bislang konnten diese Informationen aber nur in Services genutzt werden, die direkt über das USP angebunden sind. Bei Services, die ausschließlich über die ID Austria abgewickelt werden, fehlte ein durchgängiger digitaler Nachweis der Unternehmensvertretung.

Diese Lücke schließt die neue Schnittstelle: Sie erweitert die ID Austria um die Funktion „Einloggen im Namen eines Unternehmens” auf Basis der im USP verwalteten Berechtigungen. Die erforderlichen Vertretungsinformationen werden aus dem USP übernommen, sodass rechtssicher ausgewiesen wird, wer im Namen eines Unternehmens handelt. Öffentliche Serviceprovider können die Vertretungsinformationen künftig im Selfservice selbst anlegen und verwalten.

In der ersten Ausbaustufe steht die Funktion behördlichen Serviceprovidern zur Verfügung. Eine Ausweitung auf privatwirtschaftliche Anbieter wird geprüft. Die Verwaltung der Vertretungen bleibt im USP verankert, während die ID Austria bei diesen Anmeldungen die Rolle des Identity Providers übernimmt. Es handle sich dabei nicht um eine klassische USP-Anbindung, sondern um eine gezielte Datenlieferung der USP-Berechtigungen in den Login-Prozess.

 

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