Bei der jährlichen Wallfahrt des ÖVP-Parlamentsklub im Bezirk Amstetten auf den Sonntagberg zur Basilika. Foto: kathpress / Paul Wuthe

Am Montag trotzten die ÖVP-Abgeordneten aus Nationalrat, Bundesrat und Europaparlament Wind und Regen und pilgerten in Waidhofen an der Ybbs auf den Sonntagberg.

 

Wind, Regen, Wallfahrt

Bereits letztes Jahr ging der ÖVP-Parlamentsklub auf Wallfahrt nach Mariazell (Zur-Sache berichtete). Heuer ging es im Bezirk Amstetten in Niederösterreich auf den Sonntagberg. Angeführt von Klubobmann August Wöginger und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka trotzten 45 Abgeordnete den widrigen Wetterbedingungen. Die geistliche Begleitung der Wallfahrt übernahm der Generalsekretär der Bischofskonferenz Peter Schipka.

„Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig für mich und unsere Abgeordneten, Kraft zu tanken und sich auf die Herbstarbeit vorzubereiten“, so Klubobmann Wöginger. Die Politik sei bestrebt, den Menschen zu helfen, weshalb bei der Wallfahrt die „Bitten und Sorgen der Bevölkerung“ vorgetragen würden – und zwar insbesondere „die Teuerung und Inflation, die Angst vor dem Krieg, der bevorstehende Winter und die Energiekrise“.

 

Bei seiner Predigt sprach Peter Schipka von dem Maß zwischen Privatem und Öffentlichem. Vorbild dafür ist für ihn die kürzlich verstorbene Queen Elisabeth II. Foto: kathpress / Paul Wuthe

Bei seiner Predigt sprach Peter Schipka von dem Maß zwischen Privatem und Öffentlichem. Vorbild dafür ist für ihn die kürzlich verstorbene Queen Elisabeth II. Foto: kathpress / Paul Wuthe

 

Das richtige Maß

Der Gottesdienst am Ende der Wallfahrt wurde in der Basilika Sonntagberg zelebriert. Begleitet von Musikern aus dem Mostviertel sprach der Generalsekretär der Bischofskonferenz Peter Schipka vom richtigen Maß zwischen Privatem und Öffentlichen. Als Vorbild für das „richtige Maß“ zwischen privatem und öffentlichem Leben bezeichnete Schipka Queen Elizabeth II., deren Beisetzung zeitgleich am Montag in der Londoner Westminster Abbey stattfand.

Obwohl die am 8. September verstorbene Monarchin zeitlebens unter medialer Beobachtung stand, habe sie einen „geschützten Bereich“ für sich und ihre engsten Bezugspersonen gewahrt. Dass ihr dies gelungen sei und sie in keine Skandale verwickelt wurde, führte Schipka darauf zurück, „dass sie auch im privaten Bereich so gehandelt hat, als ob dies auch öffentlich werden würde“. Maßgeblich für ein solches Vorgehen sei, „die gedachte Öffentlichkeit zum Maßstab für mein privates Handeln zu machen“.