Bin kurz testen!

Foto: Florian Schrötter
Foto: Florian Schrötter

In Österreich läuft derzeit eine Testoffensive die weltweit ihresgleichen sucht – nur in zwei Ländern weltweit wird mehr getestet als in Österreich. Ein wirksames Vorgehen um gezielt Öffnungsschritte setzen zu können. Ein kurzer Test für den Einzelnen, aber die Basis für wirksame Maßnahmen.

Die Überlebenschance bei einem Verkehrsunfall mit dem Auto ist bei Verwendung eines Gurts acht mal höher als ohne. Selbstverständlich eigentlich. Menschen, die einen Fahrradhelm tragen, haben bei einem Unfall eine acht mal geringere Chance eine schwere Kopfverletzung davon zu tragen. Eigentlich auch selbstverständlich.

Das alles hat wohl auf den ersten Blick eher wenig damit zu tun, ob ich am Wochenende 30 Minuten Zeit investiere, um mich freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen oder nicht. Oder ob ich zur Selbstkontrolle einen kostenlosen Test in der nächsten Apotheke beziehe.

Mit den Corona-Schnelltests verhält es sich aber im Grunde so, wie mit Sicherheitsgurten oder Fahrradhelmen. Auf der einen Seite: Sie stören den ein oder anderen und sind manchmal etwas unangenehm. Auf der anderen Seite ist ihre wichtigste Gemeinsamkeit eine, die viele andere Mängel vergessen macht: Im Zweifel retten solche Maßnahmen Leben.

 

Risikominimierung als Übergangslösung

Das Zauberwort bei Fahrradhelmen, Sicherheitsgurten, FFP2-Masken und letztendlich auch Schnelltests heißt Risikominimierung und ist in der öffentlichen Gesundheit eigentlich ein alter Hut. Das Konzept steht dafür, Risikofaktoren und Gefahren für Leib und Leben, die nicht zu 100% vermeidbar sind, so gut es geht zu minimieren.

Die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus sind im Grunde eine Risikominimierung. Bis eine 100%ige Lösung des Problems gefunden ist, ist die beste Möglichkeit, die wir haben, auf Maßnahmen zur Schadensminimierung zu vertrauen.

Man könnte jetzt sagen, der Vergleich hinkt: Ein Schnelltest schütze ja nicht einen selbst, ein Fahrradhelm hingegen schon. Ein Fahrradhelm schützt aber ebenso jeden anderen Mitbürger, der (intensiv-)medizinische Behandlung braucht. Schwere Fahrradunfälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen und damit das Gesundheitssystem belasten sind vermeidbar. Krankenhausplätze bleiben für diejenigen frei, die sich nicht schützen konnten.

 

Etwas für die Gesellschaft leisten

Und genau nach demselben Schema ist es durch einen Test vermeidbar, dass Mitmenschen angesteckt werden, die im weiteren Verlauf das Gesundheitssystem belasten würden.

Ein Deal innerhalb der Gesellschaft, sozusagen. Der aber nur funktioniert, wenn alle mitmachen – wie so viele Dinge im Leben. Das ist nicht immer schön, dabei hilft man aber sich selbst und anderen. Selbstverständlich eigentlich?

Österreich bietet Testmöglichkeiten wie kaum ein anderes Land weltweit. Werden diese effektiv genutzt, können weitere Öffnungsschritte schneller gesetzt und besser geplant werden.

Bin kurz testen!

Foto: Florian Schrötter
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In Österreich läuft derzeit eine Testoffensive die weltweit ihresgleichen sucht – nur in zwei Ländern weltweit wird mehr getestet als in Österreich. Ein wirksames Vorgehen um gezielt Öffnungsschritte setzen zu können. Ein kurzer Test für den Einzelnen, aber die Basis für wirksame Maßnahmen.

Die Überlebenschance bei einem Verkehrsunfall mit dem Auto ist bei Verwendung eines Gurts acht mal höher als ohne. Selbstverständlich eigentlich. Menschen, die einen Fahrradhelm tragen, haben bei einem Unfall eine acht mal geringere Chance eine schwere Kopfverletzung davon zu tragen. Eigentlich auch selbstverständlich.

Das alles hat wohl auf den ersten Blick eher wenig damit zu tun, ob ich am Wochenende 30 Minuten Zeit investiere, um mich freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen oder nicht. Oder ob ich zur Selbstkontrolle einen kostenlosen Test in der nächsten Apotheke beziehe.

Mit den Corona-Schnelltests verhält es sich aber im Grunde so, wie mit Sicherheitsgurten oder Fahrradhelmen. Auf der einen Seite: Sie stören den ein oder anderen und sind manchmal etwas unangenehm. Auf der anderen Seite ist ihre wichtigste Gemeinsamkeit eine, die viele andere Mängel vergessen macht: Im Zweifel retten solche Maßnahmen Leben.

 

Risikominimierung als Übergangslösung

Das Zauberwort bei Fahrradhelmen, Sicherheitsgurten, FFP2-Masken und letztendlich auch Schnelltests heißt Risikominimierung und ist in der öffentlichen Gesundheit eigentlich ein alter Hut. Das Konzept steht dafür, Risikofaktoren und Gefahren für Leib und Leben, die nicht zu 100% vermeidbar sind, so gut es geht zu minimieren.

Die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus sind im Grunde eine Risikominimierung. Bis eine 100%ige Lösung des Problems gefunden ist, ist die beste Möglichkeit, die wir haben, auf Maßnahmen zur Schadensminimierung zu vertrauen.

Man könnte jetzt sagen, der Vergleich hinkt: Ein Schnelltest schütze ja nicht einen selbst, ein Fahrradhelm hingegen schon. Ein Fahrradhelm schützt aber ebenso jeden anderen Mitbürger, der (intensiv-)medizinische Behandlung braucht. Schwere Fahrradunfälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen und damit das Gesundheitssystem belasten sind vermeidbar. Krankenhausplätze bleiben für diejenigen frei, die sich nicht schützen konnten.

 

Etwas für die Gesellschaft leisten

Und genau nach demselben Schema ist es durch einen Test vermeidbar, dass Mitmenschen angesteckt werden, die im weiteren Verlauf das Gesundheitssystem belasten würden.

Ein Deal innerhalb der Gesellschaft, sozusagen. Der aber nur funktioniert, wenn alle mitmachen – wie so viele Dinge im Leben. Das ist nicht immer schön, dabei hilft man aber sich selbst und anderen. Selbstverständlich eigentlich?

Österreich bietet Testmöglichkeiten wie kaum ein anderes Land weltweit. Werden diese effektiv genutzt, können weitere Öffnungsschritte schneller gesetzt und besser geplant werden.