Kanzler begrüßt breiten Konsens für Öffnungen

Foto: BKA/ Arno Melicharek
Foto: BKA/ Arno Melicharek

Die Inzidenz in Österreich fällt weiter und liegt unter 45, die Impfrate steigt und es wird umfangreich getestet. Neben zahlreichen Landeshauptleuten, die in den vergangenen Tagen für Öffnungen plädiert haben, drückte nun auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ihre Unterstützung für den Vorschlag der Regierung, im Juni weitere Öffnungen vorzunehmen, aus. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht somit einen breiten politischen Konsens für weitere Öffnungsschritte im Juni. Über die Gesamtsituation zeigt sich Kurz erfreut.

 

Lage in Krankenhäusern hat sich normalisiert

„Es ist ein starkes Signal, wenn die Politik im breiten Konsens weitere Öffnungen befürwortet. Die Zahlen sinken seit mehreren Wochen ununterbrochen, die Lage in den Krankenhäusern hat sich wieder normalisiert und die 7-Tages Inzidenz liegt mittlerweile bei einem Wert von rund 45.“ Seit September 2020 gab es keinen niedrigeren Wert mehr, wie Kurz herausstreicht. Dies sei eine „gute Ausgangsbasis für die nächsten Schritte, die wir am Freitag gemeinsam mit den Bundesländern fixieren werden“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz.

 

50.000 Tests pro 100.000 Einwohner als Erfolgsmodell

Die umfangreiche Teststrategie Österreichs bietet neben weiteren Maßnahmen die Rahmenbedingungen, durch die die dritte Corona-Welle im internationalen Vergleich so gut durchschritten werden konnte. Massentests und Gratistests auch für Urlauber bieten nun für alle Getesteten die Möglichkeit die Öffnungen in der Gastronomie und sämtlichen weiteren Bereichen in Anspruch zu nehmen.

In den vergangenen Tagen im internationalen Ranking bei den Tests im EU-Vergleich ist Österreich auf Platz 2 vorgerückt. „Der Ausbau unseres Testangebots hat dazu geführt, dass wöchentlich fast 50.000 Tests pro 100.000 Einwohnern durchgeführt werden. Das ist ein wesentliches Sicherheitsnetz im Kampf gegen die Pandemie und ermöglicht uns gleichzeitig die gesetzten Öffnungsschritte. Das Testsystem erweist sich als Erfolgsmodell“, so Bundeskanzler Kurz zur Teststrategie.

 

Alle 1,3 Sekunden eine Impfung

Als wichtige Basis für die Öffnungen schreiten die Impfungen im Land weiter voran. Mit Oberösterreich und Niederösterreich konnten schon zwei Bundesländer die Impftermine für alle Altersgruppen freischalten. Alle 1,3 Sekunden wird in Österreich eine Person geimpft. Vor den Feiertagen lag die Impfrate teils bei über 100.000 Personen pro Tag. Über 4,6 Millionen Impfdosen wurden bereits verabreicht.

Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) fiel in der Vergangenheit eher damit auf, restriktivere Regelungen zu fordern, wie etwa einen bundesweiten, konsequenten Lockdown anstatt des Ostlockdowns. Dabei kam die Parteichefin auch in Konflikt mit Landeshauptleuten aus ihren Reihen. In der ZIB2 am Dienstag fiel die Medizinerin nun damit auf, dass sie sich aktiv für bundesweite Lockerungen aussprach.