Bundeskanzler Kurz auf internationalem Klimagipfel: Müssen Krise gemeinsam bewältigen

BKA/ Christoph Dunker
BKA/ Christoph Dunker

Am Montag fand auf Einladung des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in ein online-Gipfel zum Klimaschutz und den UNO-Entwicklungszielen statt. Dabei wurde auch das Pariser Klimaabkommen diskutiert. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hielt eine Rede zum „grünen und digitalen Übergang“. Am Ende des zweitägigen Gipfels soll die „Seuol Declaration“ zur Stärkung internationaler Partnerschaften im Kampf gegen den Klimawandel unterzeichnet werden.

 

Neben dem österreichischen Bundeskanzler nahmen an dem „P4G-Gipfel von Seoul“ unter anderem der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry, die IWF-Chefin Kristalina Georgieva und die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen teil. Außerdem waren die Regierungschefs Dänemarks, der Niederlande, Vietnams und Kambodschas anwesend.

 

Österreich bereit, seinen Anteil zu leisten

Der Bundeskanzler fokussierte sich in seiner Rede auf drei Schwerpunkte zu einem „grünen und digitalen Übergang“. Besonders mit der Hilfe des „European Green Deal“ soll die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Außerdem soll die internationale Zusammenarbeit verbessert werden. Die „ambitionierten“ Klimaziele sollen dazu gemeinsam verfolgt werden. Im Rahmen seiner Rede, stellte Kurz klar, dass Österreich bereit sei, seinen Anteil daran zu leisten.

Im Regierungsprogramm ist festgelegt, in Österreich bis 2040 Klimaneutralität zu schaffen. Dazu sollen bis 2030 100 % des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Österreich soll somit Klimaschutzvorreiter in Europa werden.

 

 

Dazu betonte der Bundeskanzler auf Twitter, seine Freude über die Teilnahme am Gipfel. Er dankte dem südkoreanischen Präsidenten für die Einladung. Kurz betonte das klare Ziel, die Kooperationen auszubauen, um einen grünen und digitalen Übergang zu schaffen.

 

 

Vertreter der EU-Kommission und der US-Regierung beim Gipfel

Besonders die Diskussion um das Pariser Klimaschutzabkommen dürfte für den Vertreter der US-Regierung, John Kerry, Relevanz haben. Nachdem die USA unter Präsident Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgestiegen sind, kündigte dessen Nachfolger, Präsident Joe Biden, am ersten Tag seiner Amtszeit an, wieder in das Abkommen zurückzukehren.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte, dass im Rahmen der Konferenz, „so viele Länder das Rennen zu null Emmissionen antreten“ würden.

 

Erreichung der SDGs als Ziel

Die „P4G“ Initiative wurde 2017 als „Partnerschaft für Grünes Wachstum und die Globalen Ziele 2030“ gegründet. Zweck soll die Bekämpfung des Klimawandels und die Erreichung des SDGs sein.

Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO wurde 2015 von allen UNO-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die Ziele beziehen sich nicht nur auf die Bekämpfung des Klimawandels, sondern auch auf den internationalen Kampf gegen die Armut.