Verschärfte Notlage in Krisenherden: Größte Auszahlung des Auslandskatastrophenfonds

Foto: BKA/ Dragan Tatic
Foto: BKA/ Dragan Tatic

Im Ministerrat wurde am Mittwoch beschlossen, dass mit 13,5 Millionen Euro die bisher größte Auszahlung aus dem Auslandskatastrophenfonds geleistet wird. Durch die Coronakrise wurde die Situation in Krisenländern oft noch verschärft, dem wird entgegengewirkt. Der Auslandskatastrophenfonds ist mit insgesamt 52,5 Millionen Euro so gut gefüllt wie nie zuvor.

Durch die Coronakrise wurden in vielen ärmeren Regionen der Welt Probleme offensichtlich und ohnehin bestehende Notlagen beschleunigt. Im vorigen Jahr wurden die Mittel für Österreichs Auslandskatastrophenfond bereits verdoppelt, und damit genau zum richtigen Zeitpunkt, wie Minister Alexander Schallenberg betont. Dieses Jahr stehen dem Auslandskatastrophenfonds mit 52,5 Millionen Euro so viele Mittel zur Verfügung wie nie zuvor.

 

Hilfe dort, wo sie benötigt wird

„Wir können hier insgesamt 250.000 Menschen unterstützen“ betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einem Pressestatement. Dabei verweis er auf seine Initiative für den Auslandskatastrophenfonds, der zunächst – in Kurz‘ Amtszeit als Außenminister – einen Umfang von lediglich fünf Millionen Euro hatte. Nun steht die zehnfache Summe bereit.

Durch eine einmalige Zahlung von 13,5 Millionen Euro werden jetzt insbesondere NGOs unterstützt, was diesen Planungssicherheit gibt. Projekte in Äthiopien, Uganda, Mosambik und Burkina Faso werden mit weiteren 7 Mio. Euro gefördert. Je 2,5 Millionen Euro gehen an Projekte im Libanon und Jordanien. Für den größten Krisenherd auf dem europäischen Kontinent, der Ukraine, werden 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

 

Fokus auf Entwicklungszusammenarbeit

Der Fokus der Auszahlungen liegt auf der Bekämpfung der Auswirkung der Corona-Pandemie. Laut UNO-Angaben hat sich die Zahl der von Hungersnot betroffenen Menschen 2020 fast verdoppelt – auf 270 Millionen. Dieser Entwicklung müsse entgegengetreten werden, stellt Außenminister Alexander Schallenberg klar.

Am Montag war außerdem der 10. Jahrestag des Kriegsausbruchs in Syrien. In dieser Region werde weiterhin der Schwerpunkt Österreichs humanitären Engagements liegen, wie Minister Schallenberg erklärt. Insgesamt werden für den Krisenherd Syrien 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Bereits Anfang der Woche konnte eine Hilfslieferung des Verteidigungsministeriums nach Beirut geleistet werden. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „artists for children“ wurden Hilfsgüter für 100.000 notleidende Kinder in den Libanon gebracht.