Bundeskanzler Kurz: „Wir wollen eine Aufstiegsgesellschaft sein“

Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf
Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Bundeskanzler Sebastian Kurz will in Österreich eine Aufstiegsgesellschaft etablieren. Neben der Notwendigkeit, arbeitende Menschen zu entlasten, werde man nun alles tun, um vor allem jungen Menschen alle Chancen in unserem Land zu ermöglichen, erklärte der Kanzler. Ein konkreter Schritt dazu soll etwa die besondere Förderung von Kindern und Jugendlichen in Form von Sommerschulen sein. Diese laufen bereits diesen Sommer an.

 

Kernkompetenzen stärken

In Österreich soll jede und jeder die gleichen Chancen haben. „Ganz gleich wer die Eltern sind, was die Eltern arbeiten oder welche Bildung die Eltern haben“, so Kanzler Kurz vor kurzem vor dem Parlament. „Wir wollen eine Aufstiegsgesellschaft sein“, brachte es Kurz auf den Punkt.

Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es neben der Entlastung von Erwerbstätigen vor allem Kinder und Jugendliche zu fördern. Aus diesem Grund wird gerade jetzt nach der Corona-Krise in den Bildungserfolg der Jüngeren investiert, damit sie die Ziele erreichen können, die in der Corona-Krise zurückgesteckt werden mussten. Zentral wird dabei die Vermittlung und die Stärkung von Sprachen, Mathematik und den zentralen Kernkompetenzen in der Schule sein.

 

40.000 Plätze in Sommerschulen

Die Krise war eine massive Belastung für Familien, Eltern und Kinder. „Das alles unter einen Hut bringen – von der Arbeit bis zum Homeschooling – war für viele eine enorme Herausforderung“, stellte Kurz fest.

Aus diesem Grund hat man nun gemeinsam mit dem Bundesminister für Bildung, Heinz Faßmann, eine Sommerschule auf den Weg gebracht. In dieser werden 40.000 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, ihre mathematischen Fähigkeiten zu schulen und in anderen Kernkompetenzen besser zu werden.

Zudem kündigte der Kanzler auch an, dass Sommerschulen auch „über den Sommer hinweg in den kommenden Jahren“ fortgesetzt werden, um „gerade auch Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien zu unterstützen“.

Das Ziel von Kurz ist dabei klar: „Wir wollen eine Aufstiegsgesellschaft sein, in der es jeder schaffen kann erfolgreich zu sein und am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und für seine Familie sorgen zu können.“

weitere Beiträge

Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft für mehr Investitionen in Europa. Die "Made in Europe - Deklaration" im Umfang von 67 Milliarden Euro wurde im Kanzleramt unterzeichnet. Foto: Jakob Glaser

67 Milliarden Euro Beschaffung als Hebel für heimische Betriebe

Kanzler Christian Stocker fordert, den Vorschlag der irischen Präsidentschaft für den EU-Finanzrahmen zu senken. Der EU-Gipfel berät diese Woche auch über die Urkaine und Sanktionen gegen Russland. (im Bild Irlands Außenministerin Helen McEntee und EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas). Foto: EU

Kanzler mit Rotstift im Gepäck zum EU-Gipfel

Ein Wirtschaftspaket samt Sanierungsoffensive im Ausmaß von 500 Millionen Euro soll neue Wachstumsimpulse auslösen. Foto: iStock/Serhii Bilohubets

Kanzler Stocker will mit 500 Millionen Euro Paket Wirtschaft auf Wachstumskurs bringen

Eine Novelle der Gewerbeordnung soll eine reihe von Bürokratiehürden abbauen. Foto: iStock/DesignRage

Gewerbeordnung wird ausgemistet: 5.000 Vor-Ort-Kontrollen sollen wegfallen