Im Kampf gegen die Cyberkriminalität muss man laut Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky auf Prävention und Sensibilisierung setzen. Foto: Christopher Dunker

Während die Gesamtkriminalität rückläufig ist, wächst die Cyberkriminalität in der Statistik stark an. Im Jahr 2021 sind die angezeigten Straftaten laut Kriminalitätsstatistik um 28 Prozent gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, mittels Prävention und Sensibilisierung gegen die Cyberkriminalität vorzugehen.

 

Digital Security Forum

Das International Digital Security Forum in Wien stand heuer unter dem Motto “Secure digitalisation for a safe, green and sustainable future”. Bundeskanzler Karl Nehammer und der Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, Florian Tursky, hatten zu Monatsbeginn die Teilnehmer begrüßt und auf das Thema sowie auf die Bedrohung von Cybercrime aufmerksam gemacht.

Dieses Jahr befasste sich das IDSF speziell mit Cyberdiplomatie und mit vertrauensbildenden Maßnahmen im digitalen Raum sowie mit den Verflechtungen zwischen Technologie und internationalem Krisen- und Konfliktmanagement.

Immer mehr Tätigkeiten würden in den digitalen Raum wandern, daher müsse man das volle Potenzial der Digitalisierung ausnutzen, erklärte Staatssekretär Florian Tursky. Entscheidend sei dabei, so Tursky, vor allem die Sensibilisierung für Cyberkriminalität. Die meisten Betrügereien würden sich in Form und Aussehen sehr ähnlich sein, wie beispielsweise Phishing-Mails, bei denen die Empfänger dazu verleitet werden, unter anderem Anmeldedaten preiszugeben, erläuterte Tursky.

 

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Digitale Kompetenz gegen Cyberkriminalität

Cyberangriffe würden sowohl das private als auch das Arbeitsumfeld betreffen, erklärte Tursky. Betrügerische E-Mails und Phishing-Versuche seien keine Seltenheit mehr.

„Konzentrieren wir uns hierbei auch auf den menschlichen Faktor“, so Tursky, „denn die beste technologische Erfindung ist wertlos, wenn sie von den Menschen nicht richtig verwendet wird.“ Daher brauche man digital kompetente Bürgerinnen und Bürger, denn nur das Wissen um die Nutzung der Anwendungen sowie des Datenschutzes schütze die Menschen neben technischen Vorkehrungen vor Betrug, Hacking- und Phishing-Angriffe. Am Ransomware-Angriff gegen das Land Kärnten habe man gesehen, welch weitreichende Folgen scheinbar harmlose Phishing-Emails haben können, erläuterte Tursky.

 

Sensibilisierung für Cyberkriminalität erhöhen

Um Cyberkriminalität zu verhindern, sei es daher besonders wichtig, die Menschen auf die Gefahren von Cyberkriminalität hinzuweisen. Auf der Webseite onlinesicherheit.gv.at sind dazu leicht verständliche Artikel, Videos und Experteninterviews verfügbar. Ziel des Angebots sei es, die Aufmerksamkeit für die neuen Formen der Kriminalität zu erhöhen und zielgruppenspezifische Empfehlungen zu geben.

Als einen weiteren Weg, der zu digitalen Kompetenzen führen kann, nannte Tursky die Webseite fit4internet. Diese wird vom Verein zur Steigerung der digitalen Kompetenzen in Österreich getragen. Initiativen wie diese würden dafür sorgen, dass sich die gesamte Gesellschaft am Prozess der Digitalisierung beteiligen kann.

Im Kampf gegen die Cyberkriminalität muss man laut Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky auf Prävention und Sensibilisierung setzen. Foto: Christopher Dunker
Im Kampf gegen die Cyberkriminalität muss man laut Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky auf Prävention und Sensibilisierung setzen. Foto: Christopher Dunker

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