Expertenrunde im Finanzministerium

Finanzminister Magnus Brunner lud Spitzen-Wirtschaftsforscher zu Austausch. bild: BMF/ Wenzel
Finanzminister Magnus Brunner lud Spitzen-Wirtschaftsforscher zu Austausch. bild: BMF/ Wenzel

Geballte Kompetenz der Wirtschaftsforscher Österreichs im Finanzministerium: Mehrere Experten tauschten sich mit Finanzminister Magnus Brunner aus. Im Mittelpunkt standen die aktuelle wirtschaftliche Lage in Österreich, der Arbeitsmarkt, die Inflationsentwicklung, die COVID-Hilfen sowie die bestmögliche Vorbereitung auf die Herausforderungen der kommenden Monate.

 

Austausch mit Experten „essentiell“

Magnus Brunner sehe die Corona-Pandemie nicht nur als gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderung, sondern auch als eine „große volkswirtschaftliche Herausforderung“. Deswegen habe er die Wirtschaftsforscher getroffen. Der Austausch mit Experten sei „essentiell“, so Brunner, um „politische Entscheidungen auf Basis fundierter Zahlen, Daten und Einschätzungen treffen zu können“.

An der Gesprächsrunde teilgenommen haben WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr, der künftige IHS-Chef Lars Feld, der Präsident des Fiskalrates, Christoph Badelt, Tobias Thomas, Direktor der Statistik Austria und Monika Köppl-Turyna, Direktorin Eco Austria.

 

4 % Wachstum erwartet

Derzeit rechnen die Wirtschaftsforscher mit einem Wachstum von rund 4 Prozent im heurigen Jahr, teilte das Finanzministerium in einer Aussendung mit. Der Lockdown sei dabei bereits eingepreist. Die Inflation lag in Österreich im November bei 4,3 Prozent, während Deutschland mit 5,2 Prozent und die USA mit 6,8 Prozent deutlich höhere Werte auswiesen.

Brunner zeigte sich erfreut über diese Entwicklungen: „Das österreichische BIP-Wachstum wird heuer trotz Lockdown über jenem unserer Nachbarn Deutschland und der Schweiz liegen. Darin sehen wir, dass unsere kraftvollen Wirtschaftshilfen ein wichtiger Beitrag sind, um unsere heimischen Betriebe und Arbeitsplätze zu schützen. Diesen Weg werden wir beibehalten.“

 

Ratingagentur bestätigt österreichischen Weg

Auch die Ratingagentur Moodys Rating bescheinige Österreich eine wirtschaftlich gute Bewältigung der Krise. So bleibt das Rating weiterhin unverändert bei AA1 und der Ausblick lautet „stabil“. Moody’s beurteile im aktuellen Bericht die hohe Qualität der österreichischen Institutionen und die rasche Antwort auf die COVID-Krise mit gezielten Maßnahmen als positiv.

 

Ökosoziale Steuerreform mit positivem Einfluss

Im Fokus des Austauschs mit den Wirtschaftsforschern standen laut Finanzministerium unter anderem die Hilfsinstrumente der Bundesregierung wie der Verlustersatz, der Ausfallsbonus und der Härtefallfonds sowie der eingeschlagene Budgetpfad und die Wachstumsaussichten. Außerdem wurden Herausforderungen in der Pflege, bei der ökologischen und digitalen Transformation und dem österreichischen Wirtschaftsstandort diskutiert.

Abschließend fasste Brunner zusammen, dass die Wirtschaftsforscher für das Jahr 2022 ein Wachstum von 5 % erwarten würden. Erfreulich sei auch, „dass die ökosoziale Steuerreform laut den Experten für positive Effekte sorgen wird.“ Die Bundesregierung werde „den eingeschlagenen Weg weitergehen und alles dafür tun, um unser Land sowohl gesundheitlich, gesellschaftlich als auch wirtschaftlich erfolgreich voranzubringen.“