Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte Militärpolizistinnen in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien. Foto: Österreichisches Bundesheer/Heinschink

„Jawohl, Frau Major!“ Ein Satz, den man immer mehr in den Kasernen hört. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte anlässlich des Weltfrauentags Soldatinnen in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien und verkündete, dass die Fördermaßnahmen erste Erfolge zeigen würden.

 

Anzahl der Frauen im Bundesheer steigt

Den 111. Weltfrauentag nahm Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zum Anlass, um das Thema „Frauen im Bundesheer“ in den Mittelpunkt zu stellen. Nachdem Frauen aus unterschiedlichsten Bereichen zu einem Austausch mit der Verteidigungsministerin zu einem Frühstück in das Ministerium eingeladen wurden, besuchte die Verteidigungsministerin Soldatinnen in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien. Militärpolizistinnen haben dort ihr Berufsfeld näher vorgestellt. Im Anschluss besuchte Tanner eine Präsentation der ABC-Abwehr, in dessen Bereich ebenfalls viele Frauen tätig sind.

„Frauen haben im Österreichischen Bundesheer dieselben Chancen wie Männer“, erklärte die Verteidigungsministerin. Viele Soldatinnen hätten bereits bewiesen, dass mit Fleiß, Leistung und Engagement viel erreicht werden könne“, so Tanner weiter.

„Beide Geschlechter werden gleichberechtigt behandelt und bekommen die gleiche Bezahlung. Wir sind zwar noch lange nicht am Ziel angelangt, dennoch befinden wir uns am richtigen Weg“, so die Verteidigungsministerin.

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner nahm an einer Präsentation der ABC-Abwehr teil. Ein Bereich in welchem viele Frauen tätig sind. Foto: Österreichisches Bundesheer/Heinschink

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner nahm an einer Präsentation der ABC-Abwehr teil. Ein Bereich in welchem viele Frauen tätig sind. Foto: Österreichisches Bundesheer/Heinschink

 

Eine Uniform, viele Möglichkeiten

Im Ressort wurden bereits wichtige Schritte zur Gleichbehandlung und zur Förderung von Frauen im Heer gesetzt. Mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner steht außerdem die erste Frau an der Spitze des Ministeriums.

Frauen, die sich für das Bundesheer interessieren, können sich über das Portal „Karriere.Bundesheer.at“ informieren. Unter anderem werden auch Mythen aufgeklärt, so dürfen Soldatinnen selbstverständlich lange Haare tragen. Zudem sei während der Ausbildungsphase der zivile Arbeitsplatz gesichert.

 

Frauenförderungsplan

Für den Zeitraum vom 1. Jänner 2020 bis 31. Dezember 2025 wurde ein neuer Frauenförderungsplan für das Bundesministerium für Landesverteidigung erlassen. Dieser Frauenförderungsplan ist ein Instrument, um den schrittweisen Abbau von Ungleichbehandlungen von weiblichen Bediensteten zu unterstützen und der Unterrepräsentanz von weiblichen Zivilbediensteten sowie von Soldatinnen im Ressort zielorientiert und nachhaltig entgegenzuwirken.

 

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

 

Das Bundesministerium für Landesverteidigung beschäftigt zum aktuellen Stand im Jahr 2022 insgesamt 2.362 zivile Frauen. Davon sind 70 Verwaltungspraktikantinnen und 75 weibliche Lehrlinge. Im Jahr 2012 konnte das Bundesheer 352 Frauen beim Heer verzeichnen, heuer sind es bereits 662 Soldatinnen beim Bundesheer. Davon befinden sich derzeit 607 Frauen in einem Dienstverhältnis, 55 Soldatinnen im Ausbildungsdienst und 23 Frauen im Auslandseinsatz. Die meisten Frauen sind als Unteroffiziere tätig, so die Meldung des Bundesheeres.