Arbeitsminister Martin Kocher: "Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort." Foto: BKA / Florian Schrötter / Logo AMS / iStock PeopleImages

Arbeitslosigkeit geht weiter stark zurück. Fast 25.000 Arbeitslose weniger innerhalb von nur einer Woche! Österreichs Arbeitsmarkt trotzt der Pandemie und auch vorerst den Entwicklungen in der Ukraine und in Russland.

 

Wirtschaft im Aufschwung

Aktuell sind 352.417 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Davon sind 278.606 Personen auf Jobsuche und 73.811 Personen nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil. Das bedeutet, dass die Zahl der beim AMS arbeitslos gemeldeten Personen inklusive Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern im Wochenvergleich mit einer Abnahme von 24.444 Personen erneut gesunken ist.

„Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Das liegt an der sich immer noch im Aufschwung befindlichen Wirtschaft, sowie an saisonalen Effekten. Aktuell sind die Zahlen auf dem niedrigsten Stand seit 2011. Es gilt abzuwarten, wie sich die Lage aufgrund der aktuellen geopolitischen Ereignisse, die mich auch persönlich sehr betroffen machen, entwickelt. Für präzise Prognosen ist es zu diesem Zeitpunkt jedenfalls zu früh“, so Arbeitsminister Martin Kocher über die Entwicklungen am österreichischen Arbeitsmarkt.

 

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Impuls Nachtgastronomie möglich

Aus Sicht des Arbeitsmarkts und der Wirtschaft sei es natürlich positiv, dass Branchen wie die Nachtgastronomie, die bis vor Kurzem noch von Einschränkungen oder Schließungen betroffen waren, den Betrieb wieder fast uneingeschränkt aufnehmen bzw. fortsetzen können. „Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die aktuellen Öffnungen die weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts maßgeblich beeinflussen werden. Ein zusätzlicher Impuls ist zwar möglich, dieser wird aber möglicherweise durch die negativen wirtschaftlichen Effekte aus den Sanktionen gegen Russland und Belarus ausgeglichen“, sagt Kocher zu den Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

 

Deutlich unter Vorkrisenniveau

Im direkten Vergleich zu den letzten zwei Jahren erkennt man, dass sich die Arbeitslosigkeit inklusive Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern stark reduziert hat. Anfang März des vergangenen Jahres lag die Arbeitslosigkeit um 131.797 Personen über dem aktuellen Wert. Auch im Vergleichszeitraum der Vorkrisenzeit Anfang März 2020 waren um 26.472 Personen mehr arbeitslos als aktuell. (2020: 378.889; 2021: 484.214).

 

Auch Kurzarbeit geht zurück

Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit belaufen sich in dieser Woche auf 170.099 Personen. „Damit sind im Vergleich zu vergangener Woche um 17.028 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger zur Kurzarbeit vorangemeldet. Auch der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass heuer deutlich weniger Betriebe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kurzarbeit voranmelden mussten. Die Gründe dafür liegen einerseits in den Lockerungen der Corona-Maßnahmen, andererseits in der noch positiven wirtschaftlichen Dynamik“, so Kocher abschließend.