Auch bei der Langzeitarbeitslosigkeit gehen die Zahlen zurück. Arbeitsminister Martin Kocher. Foto: Andy Wenzl/BKA

Im April 2021 lag die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Österreich mit 148.000 Personen pandemiebedingt auf einem Höchststand. Innerhalb eines Jahres ging diese Zahl nun um 42.800 zurück. Damit ist schon jetzt beinahe das Vorkrisenniveau erreicht. Das Ziel der Bundesregierung, die Langzeitarbeitslosigkeit bis zum Ende des Jahres 2022 um 50.000 Personen zu senken, ist in Reichweite.

  

Arbeitslosigkeit geht nach wie vor zurück

Insgesamt entwickelt sich der Arbeitsmarkt auch in dieser Woche trotz des Ukraine-Konflikts und der anhaltend hohen Infektionszahlen noch positiv. Sollte der Krieg länger andauern, ist zumindest davon auszugehen, dass diese Dynamik gebremst wird und die Arbeitslosenzahlen langsamer zurückgehen, rechnet Arbeitsminister Martin Kocher.

Konkret sind derzeit 336.650 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet:

  • 262.403 davon sind arbeitslos
  • 74.247 nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich auch in dieser Woche noch positiv. Mit 336.650 Personen, die entweder beim AMS arbeitslos gemeldet sind oder an Schulungen teilnehmen, verzeichnen wir aktuell den niedrigsten Stand seit 2011. Für gewöhnlich würde sich diese gute Entwicklung bis zum Sommer fortsetzen, doch durch die unsichere Lage in Hinblick auf die geopolitischen Ereignisse, ist es möglich, dass die Dynamik gebremst wird und die Arbeitslosenzahlen zumindest langsamer zurückgehen“, so Arbeitsminister Kocher.

 

Rückgang auch bei Kurzarbeit

Im Vergleich zur Vorwoche sind weitere 6.868 Menschen weniger arbeitslos oder in Schulung, als noch vor einer Woche. Aktuell sind 166.482 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet. Diese Zahl ist im Wochenvergleich trotz der kriegsbedingten Unsicherheiten um circa 5.000 Voranmeldungsfälle gesunken.

 

Zwischenbilanz Programm Sprungbrett

Die Bundesregierung hat sich im April 2021, als die Langzeitarbeitslosigkeit einen Höchststand von 148.000 Personen erreichte, das Ziel gesetzt, diese bis Ende 2022 um 50.000 Personen zu senken. Deshalb wurde das Programm Sprungbrett mit 1. Juli 2021 (Vollausbau 1. Oktober 2021) gestartet, welches Langzeitarbeitslose beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unterstützt und Betriebe durch finanzielle Anreize motiviert, diese Personen einzustellen.

„Die Langzeitarbeitslosigkeit war im April 2021 mit 148.000 Personen, bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einschränkungen, auf einem Höchststand. Deshalb haben wir als Bundesregierung uns das Ziel gesetzt, diese Zahl bis Ende 2022 um 50.000 Personen zu senken. Das im Juli 2021 ins Leben gerufene Programm Sprungbrett war und ist dafür unser stärkstes Instrument. So ist es uns bereits jetzt gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit um 42.800 zu senken und die Zahl der Langzeitarbeitslosen schon jetzt beinahe wieder auf Vorkrisenniveau zu bringen.“

Die letztverfügbaren Zahlen von Ende Februar 2022 zeigen, dass das Ziel nahe ist: Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte bereits um 42.800 Personen gesenkt werden. Somit ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen beinahe wieder auf Vorkrisenniveau. Das Ziel bleibt, sie weiter zurückzuführen.

Mit dem Programm Sprungbrett werden genau jene Menschen unterstützt, die es erfahrungsgemäß schwerer haben wieder einen Job zu finden:

  • 37 Prozent der Personen, die bereits im Rahmen des Programms gefördert wurden, waren länger als 2 Jahre arbeitslos
  • 34 Prozent waren 50 Jahre alt oder älter
  • 29 Prozent litten unter gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen