Jugendcoaching wegen Erfolgs verlängert

Bundesminister Martin Kocher (r.), Bundesminister Wolfgang Mückstein (l.) und Staatssekretärin Claudia Plakolm (m.) zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt. Foto: BKA / Florian Schrötter
Bundesminister Martin Kocher (r.), Bundesminister Wolfgang Mückstein (l.) und Staatssekretärin Claudia Plakolm (m.) zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt. Foto: BKA / Florian Schrötter

Gegenwärtig sind 407.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon sind 337.000 Menschen Arbeitslose, knapp 70.000 Menschen befinden sich in Schulungen. Die Arbeitslosigkeit ist damit im Wochenvergleich neuerlich um 3.500 Personen zurückgegangen – pro Arbeitstag also um 700 Personen. Das Jugendcoaching ist eine Erfolgsgeschichte und geht in die Verlängerung.

 

Gute Lage am Arbeitsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt ist „glücklicherweise relativ gut“, erklärte Arbeitsminister Martin Kocher, nämlich so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Dennoch bestünden erhebliche Herausforderungen, insbesondere jene durch die Langzeitarbeitslosigkeit und jene durch die Einschränkungen, die sich aus der Bekämpfung der Corona-Pandemie ergeben. Sollten jedoch keine weiteren Einschränkungen erfolgen, werde sich die Arbeitsmarktlage weiter verbessern.

 

Jugendcoaching wirkt

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Österreich gegenwärtig bei 6,9 Prozent und damit unter dem Wert von 2019 mit damals 7,6 Prozent. Vor der Krise lag Österreich in der EU bei der Jugendarbeitslosigkeit auf Platz 6, jetzt auf Platz 5 in EU, gab Kocher bekannt. Junge Menschen seien eine wichtige Zielgruppe der aktiven Arbeitsmarktpolitik.

Mit dem Jugendcoaching erhalten Jugendliche aus allen Bildungsschichten konkrete Beratung und Unterstützung. Die Taskforce Jugendbeschäftigung der Bundesregierung hat das vom Arbeits- und vom Sozialministerium getragene Programm ausgebaut. Es soll die Abbrüche von Ausbildung verhindern und den Abschluss von Ausbildungen fördern.

Voriges Jahr haben daran 55.000 Jugendliche teilgenommen. Eine Prüfung des Jugendcoaching zeigte nun, dass seine Absolventen zur Hälfte rasch wieder eine Arbeit aufnehmen, währen unbetreute Abbrecher nur zu 17 Prozent wieder arbeiten gehen. Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren überproportional von diesem Programm.

 

Ausbildungsfit und weitere Programme

Das Programm Jugendcoaching ist mit jährlich etwas mehr als 50 Mio. Euro dotiert, doch soll es aufgestockt und inhaltlich erweitert werden, wie Sozialminister Wolfgang Mückstein in dem gemeinsamen Pressegespräch mit Kocher und Staatssekretärin Claudia Plakolm erklärte. Das mit 2,5 Mio. Euro ausgestattete Programm Ausbildungsfit kann im Anschluss an das Jugendcoaching absolviert werden. Das Sozialministerium finanziert u.a. ein weiteres Programm die Verbesserung der beruflichen Teilhabe von ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen und von Menschen mit Behinderung.