Regierung
Österreich im UN-Sicherheitsrat als Brückenbauer
Österreich wird 2027/2028 mit seinem nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat eine ausgleichende und vermittelnde Rolle einnehmen, sich als Brückenbauer für Frieden und Sicherheit einsetzen. Dies ist der Grundtenor der Reaktionen von Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger nach Österreichs erfolgreicher Kandidatur um einen Sitz im höchstrangigen politischen Gremium dieser Welt.
Österreich zum vierten Mal im Sicherheitsrat
Österreich wird 2027/28 bereits zum vierten Mal nach den Perioden 1973/74, 1991/92 und 2009/10 dem UN-Sicherheitsrat angehören. Bei der Abstimmung am Mittwoch in New York hat sich Österreich durchgesetzt: „Ein Erfolg der Außenpolitik dieser Bundesregierung mit Bundeskanzler Christian Stocker an der Spitze“, sagte ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl.

Werben für Österreich: Meinl-Reisinger bei UN-Generalsekretär Guterres im März in New York
Gödl bestätigt Engagement für Sicherheit und Frieden
Österreich setzt sich historisch besonders für Sicherheit und Frieden ein, „das zeigt auch unser langjähriges Engagement beispielsweise im Bereich der Abrüstung, der Stärkung des Völkerrechts, der Rechtsstaatlichkeit, der Frauen und Menschenrechte oder unsere aktive Beteiligung an UN-Friedensmissionen“, so Gödl, der auch ÖVP-Bereichssprecher für Sicherheit, Integration und Migration ist.
Grenzüberschreitenden Herausforderungen wie der illegalen Migration als eine Folge von Krisen und Kriegen, könne nur gemeinsam und auf internationaler Ebene begegnet werden: „Auch hier kann Österreich weitere Impulse setzen.“

Österreich als Brückenbauer: Europa-Parlamentarier Reinhold Lopatka (im Bild als OSZE-Wahlbeobachter). Foto: www.lopatka.at
Lopatka: Österreich – ein idealer Kandidat
„Das ist ein großer Tag für die österreichische Außenpolitik und ein starkes Signal an die internationale Staatengemeinschaft“, sagte der außenpolitische Sprecher der Volkspartei, Reinhold Lopatka. „Die Welt hat heute bestätigt, dass Österreich ein idealer Kandidat ist”, freut sich der Europa-Parlamentarier.
Bekenntnis zur Stärke des Rechts
Tragende Säulen der Kandidatur waren Dialogfähigkeit, Vermittlungskompetenz sowie das klare rot-weiß-rote Bekenntnis zu Multilateralismus und Völkerrecht, sagte Lopatka.
„Gerade in diesen geopolitisch volatilen Zeiten braucht es den entschlossenen Einsatz für die Stärke des Rechts. Wir werden unsere Teilnahme nützen, um als Vermittler und Brückenbauer Akzente zu setzen, beim Engagement einerseits für Themen abseits unserer traditionellen Außenpolitik wie Abrüstung und Rüstungskontrolle und andererseits wie bei der Eindämmung jener Krisen, die maßgeblich zur illegalen Migration beitragen. Das ist unser Verständnis von verantwortungsvoller Außenpolitik, in der Tradition von Alois Mock, Wolfgang Schüssel und Ursula Plassnik”, so Lopatka.

Pflegt Kontakte: Kanzler Stocker mit Präsident Macron und Bundeskanzler Merz bei EU-Gipfel in Belgien. Foto: Christopher Dunker
Kanzler Stocker: Beitrag für Frieden und Sicherheit leisten
„Österreich wird 2027 und 2028 Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen – das ist ein großer diplomatischer Erfolg für unser Land. Wir wollen und wir werden nicht nur von der Seitenlinie aus zusehen, wie sich unsere Welt entwickelt, sondern wir gestalten sie aktiv mit, um einen Beitrag für Frieden und Sicherheit in der Welt zu leisten. Österreich ist eine verlässliche Stimme für Dialog statt Konfrontation, für Verständigung statt Blockdenken und für eine regelbasierte internationale Ordnung, in der die Stärke des Rechts über dem Recht des Stärkeren steht.“

Vermitteln und Werben für Österreich: Meinl-Reisinger beim informellen EU-Gipfel auf Zypern
Außenministerin Meinl-Reisinger: Vertrauen in österreichische Diplomatie
Der Einsatz und die vielen internationalen Kontakte der letzten Jahre haben sich ausgezahlt: Österreich sitzt wieder mit am Tisch, wo über Frieden, Sicherheit und Stabilität entschieden wird“, sagte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.
Die Wahl in den UNO-Sicherheitsrat stärkt Österreichs Stimme in der Welt – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Sie ist ein klares Zeichen für das große Vertrauen in unsere Arbeit und die österreichische Diplomatie. Die Welt vernetzt sich gerade neu. In diesem Schlüsselmoment ist ein starkes, internationales Netzwerk Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität in Österreich. Österreich ist dank der Kampagne heute weltweit so gut vernetzt wie noch nie. Mein Dank gilt allen, die einen Beitrag zu dieser Kampagne geleistet haben. In einem erfolgreichen Zielsprint haben wir die langjährigen Bemühungen Österreich zum Erfolg geführt.
Österreich wird 2027-2028 Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen. Diese Entscheidung hat die UNO-Generalversammlung in New York getroffen. In einer Welt zunehmender Konflikte und Polarisierung wird Österreich einen Beitrag zu Frieden und Sicherheit in der Welt leisten. pic.twitter.com/3Os8W6rWh5
— Bundeskanzleramt (@bkagvat) June 3, 2026





