Regierung

Regierung fixiert weitere Schritte zur Entlastung

Finanzminister Magnus Brunner erläutert die Ursachen der Inflation und die Antwort der Regierung: Entlastung, Beseitigung der kalten Progression, Anpassung sozialer Leistungen. Foto: Bka/Christopher Dunker

Einigung der Regierung über die Ausgestaltung bei der Abschaffung der Kalten Progression und der Valorisierung der Sozialleistungen – im Ministerrat wird heute über die genaue Ausgestaltung abgestimmt. Bundeskanzler Karl Nehammer und Finanzminister Magnus Brunner begrüßen die Maßnahmen und erläutern die nächsten Schritte.

 

Wie erfolgt die Abschaffung der Kalten Progression?

Über das Wochenende verhandelte die Bundesregierung die letzten noch offenen Punkte bei der Abschaffung der Kalten Progression und der Valorisierung der Sozialleistungen. Nun konnte eine Einigung erzielt werden: Mit 1. Jänner wird die schleichende Steuererhöhung abgeschafft. Was das genau bedeutet, hat Zur-Sache bereits erörtert.

Bundeskanzler Karl Nehammer erklärt anlässlich der Einigung: „Die Abschaffung der schleichenden Steuererhöhung ist ein historischer Schritt. Damit stellen wir sicher, dass eine Gehaltserhöhung all jenen, die tagtäglich hart arbeiten, auch tatsächlich zum Leben bleibt und nicht durch das Aufrücken in eine höhere Steuerklasse aufgefressen wird.“ Das entlaste vor allem den Mittelstand, der einen immensen Beitrag zum Wohlstand Österreichs beitrage.

 

Zusätzliche Entlastung für kleinere und mittlere Einkommen

„Es ist ein Akt der Fairness, dass den arbeitenden Menschen, die von der massiven Teuerung betroffen sind, mehr Netto vom Brutto bleibt.“, so Finanzminister Magnus Brunner zur Abschaffung der kalten Progression.

Konsens herrschte auch über die Aufteilung des Geldes: Zwei Drittel der Einnahmen fließen automatisch mittels Einkommenssteuer und Absetzbeträge zurück an die Steuerzahler. Das übrige Drittel beträgt ca. 600 Millionen Euro und soll vor allem kleineren und mittleren Einkommen zugerechnet werden.

Bei den untersten beiden Tarifstufen sollen die Grenzbeträge über die Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Damit werden insbesondere niedrige und mittlere Einkommen über die Inflationsrate hinausgehend entlastet.

Außerdem werden die Absetzbeträge in Höhe der vollen Inflation angepasst. Dies umfasst den Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag, die Verkehrsabsetzbeträge und die Pensionistenabsetzbeträge.

 

Regierung einig bei Valorisierung der Sozialleistungen

Ein weiterer Punkt der im Ministerrat beschlossen werden soll, betrifft die Valorisierung der Sozialleistungen. Konkret hat die Regierung beschlossen: Ab 1. Jänner werden Sozial- und Familienleistungen entsprechend der jährlichen Valorisierungsautomatik angepasst. Darunter fallen Kranken-, Reha-, Umschulungsgeld, Studienbeihilfe, Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag und Kinderabsetzbetrag. Zur-Sache berichtete bereits.

Finanzminister Magnus Brunner erläutert die Ursachen der Inflation und die Antwort der Regierung: Entlastung, Beseitigung der kalten Progression, Anpassung sozialer Leistungen. Foto: Bka/Christopher Dunker
Finanzminister Magnus Brunner erläutert die Ursachen der Inflation und die Antwort der Regierung: Entlastung, Beseitigung der kalten Progression, Anpassung sozialer Leistungen. Foto: Bka/Christopher Dunker
Mit der Novelle der UVP-Verfahren sollen Genehmigungsverfahren in Österreich einfacher, planbarer und schneller werden. Foto: iStock/Fahroni

UVP-Verfahren sollen schneller werden

Der Koralmtunnel ist eine typische Hochleistungsstrecke der Eisenbahn. Die Bürokratie für deren Bau und Erweiterung wird nun vereinfacht, indem die Prüfung der Umweltverträglichkeit von zwei auf ein Verfahren zusammengelegt wird. Foto: ÖBB / Harald Eisenberger

Entrümpelung der Umweltverfahren eröffnet

So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen

Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein