Standortstrategie bis 2040 festgelegt

Foto: Florian Schrötter
Foto: Florian Schrötter

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten zusammen an einer Standortstrategie für Österreich. Das Ziel ist, Österreich in den nächsten 20 Jahren zu einem der Top 10 Wirtschaftsstandorte weltweit zu entwickeln. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) erklärten am Dienstag wie sie die Weichen dafür stellen wollen.

 

Österreichs Wirtschaft und Arbeitswelt befinden sich in einem permanenten Wandel. Um den hohen Lebensstandard halten zu können, ist eine Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts essentiell. Die Strategie dafür stellte die Bundesregierung am Dienstag in der Wirtschaftsuniversität Wien vor.

 

Heute die Grundlage für die Jobs von morgen schaffen

„Die Wirtschaft und Arbeitswelt verändern sich – weltweit, in Europa und selbstverständlich auch in Österreich. Die fortschreitende Digitalisierung ändert nicht nur unsere Art zu kommunizieren, zu konsumieren oder zu lernen, sondern vor allem auch wie wir arbeiten und produzieren“, begründet Bundeskanzler Kurz die Bemühungen der Bundesregierung. Weiter sei es das Ziel, „in Österreich heute die Grundlagen zu setzen, um die Jobs der Zukunft abzusichern und zu schaffen.“

Die Coronakrise habe diese Veränderung noch beschleunigt, weswegen eine Entwicklung einer langfristigen Strategie für den Standort noch relevanter sei. So werde etwa die Aufarbeitung der Weltwirtschaftskrise noch lange dauern, wie der Bundeskanzler betont.

Sebastian Kurz bei der Vorstellung der Standortstrategie. Foto: Florian Schrötter

Sebastian Kurz bei der Vorstellung der Standortstrategie. Foto: Florian Schrötter

 

Nachhaltigkeit als Standortvorteil

Die Politik erkennt für den Standort Österreich anhand der neuen Herausforderungen Chancen auf die Innovationsführerschaft in spezialisierten Bereichen. Außerdem soll Nachhaltigkeit als Standortvorteil genutzt werden.

 

Sieben Kernthemen sollen die Standortstrategie bestimmen:

  1. Digitalisierung der industriellen Produktion und „New Ways of Working“
  2. Spezialisierte Technologieführerschaft
  3. Ausbau digitaler und Service-Geschäftsmodelle
  4. Energie- und Mobilitätswende
  5. Green Tech & Green Materials
  6. Life Science & Biotech
  7. Lebensqualität, Kreativität und Kunst

 

Um möglichst viele Perspektiven des österreichischen Wirtschaftsstandorts mit einzubeziehen sollen die weiteren Maßnahmen in einem breit angelegten Entwicklungsprozess erarbeitet werden. Neben einer Steuerungsgruppe werden auch sieben Arbeitsgruppen an den sieben Kernthemen arbeiten.

Die Steuerungsgruppe wird den Gesamtprozess koordinieren und aus Fachministern, Sozialpartnern und Experten aus der Wirtschaft und der Wissenschaft bestehen. Die Arbeitsgruppen wiederum aus Vertretern der einzelnen Sektoren, regionalen Stakeholdern und Interessensvertretern.

 

Vom Hidden Champion in die Champions League

Das soll Österreich vom Hidden Champion in die Champions League führen, wie Wirtschaftsministerin Schramböck, die auch für den Wirtschaftsstandort zuständig ist, ausführt. „Auch wenn wir im Moment noch im Krisenbewältigungsmodus sind, müssen wir bereits Rezepte finden, wie wir gestärkt aus der Corona-Krise kommen.“, so die Ministerin weiter.

Erste Zwischenergebnisse sollen beim diesjährigen Europäischen Forum Alpbach präsentiert werden und dort im Kontext des europäischen Wirtschaftsstandortes diskutiert werden.