Bundeskanzler Karl Nehammer verkündet weitere Öffnungsschritte. - Foto: BKA / Dragan Tatic / iStock Rattankun Thongbun

Die Bundesregierung nimmt weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zurück. Sie reagiert damit auf die „stabile und berechenbare Situation in den Spitälern“, wie Bundeskanzler Karl Nehammer und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Dienstagvormittag mittteilten. Für Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sind die Lockerungen ein „wichtiges Signal“. Zur-Sache liegen alle Lockerungen vor.

 

Zusätzliche Lockerungen

Österreich erlebt gerade den Höhepunkt der Omikron-Welle mit sehr hohen Infektionszahlen. Dennoch ist die Lage auf den Intensivstationen weiter stabil. Diese Entwicklung verlaufe auch entlang der Vorhersagen des Corona-Prognosekonsortiums und der Einschätzung der „Gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (GECKO). Diese Situation ermögliche nun neben den bereits angekündigten Öffnungsschritten (Zur-Sache berichtete) noch zusätzliche Lockerungen in fast allen Bereichen des täglichen Lebens vorzunehmen.

„Wir halten, was wir versprochen haben. Die nächsten Öffnungsschritte finden ab 12. Februar statt. Sie bringen wesentliche Erleichterungen, die der epidemiologischen Lage angemessen sind. Alle Daten und Zahlen der letzten Wochen zeigen uns: Omikron stellt im Gegensatz zu vorherigen Corona-Wellen derzeit keine akute Bedrohung für unser Gesundheitssystem dar“, so Kanzler Nehammer.

 

Öffnungsschritte ab 12.02.2022

  • Allgemeiner Handel: 2G entfällt, nur noch FFP2-Pflicht,
  • Gleiches gilt für Museen, Kunsthallen, Bibliotheken etc. (2G entfällt, nur noch FFP2-Pflicht)
  • NEU: 3G und FFP2-Maske bei körpernahen Dienstleistungen (2G entfällt),
  • NEU: Wegfall der Personenobergrenzen bei Veranstaltungen (2G bleibt)
    • FFP2-Pflicht indoor und outdoor bleibt,
    • Nachtgastronomie weiterhin nicht möglich,
    • Sperrstunde bleibt bei 24 Uhr,
    • Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze über 50 Personen sind nur erlaubt, wenn es ein Konsumationsverbot gibt dh. die FFP2-Maske durchgehend getragen wird.

 

Keine komplette Entwarnung

Trotz Lockerungen appelliert Kanzler Nehammer dennoch an alle, weiter vorsichtig zu bleiben und sich vor allem impfen zu lassen. „An all jene, die gerade die Semesterferien mit ihren Kindern für Freizeitaktivitäten nutzen, richte ich dennoch einen Appell zur Vorsicht: Tragen Sie Ihre FFP2-Maske nicht nur dort, wo sie ohnehin vorgeschrieben ist, sondern auch dann, wenn Sie unter vielen Menschen sind. Und falls Sie es noch nicht getan haben: Lassen Sie sich impfen!“

 

Gesundheitssystem nicht überlastet

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein plädiert dafür weiter behutsam vorzugehen, begründet die weiteren Lockerungen aber damit, dass das Gesundheitssystem auch bei den hohen Omikron-Zahlen nicht überlastet sei. „Trotz hoher Infektionszahlen, ist unser Gesundheitssystem aktuell vor einer Überlastung geschützt. Die aktuellen Prognosen ermöglichen uns daher Schritt für Schritt Lockerungen bei den Schutzmaßnahmen. Wichtig ist es hierbei behutsam vorzugehen, um eine nachhaltige Entlastung unseres Gesundheitssystems weiterhin gewährleisten zu können.“

 

Köstinger sieht wichtiges Signal für Tourismus und Veranstaltungsbranche

Besonders für den Tourismus und die Veranstaltungsbranche sind die weiteren Lockerungen ein weiterer Schritt Richtung Normalität. Für Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ist es „richtig, dass ab 12. Februar nächste Öffnungsschritte folgen. Dass es für Veranstaltungen künftig keine Personenobergrenzen mehr geben wird, ist für die Branche ein wichtiges Signal. Positiv ist auch, dass Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze über 50 Personen wieder erlaubt werden. Das sind genau die Schritte, die unser Tourismus und unsere Veranstaltungsbranche jetzt brauchen, um wieder motiviert nach vorne schauen zu können, meint Köstinger, für die mit dem 2G Nachweis und FFP2-Maskenpflicht weiterhin größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist.