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EU-Parlament ebnet Weg für EU-Klimaziele 2040

Für österreichs Wälder konnte bei den EU-Klimazielen 2040 eine Sonderregelung erreicht werden. Foto: iStock/Kemter

Das Europäische Parlament hat die im Dezember 2025 mit dem Rat erzielte Einigung zum EU‑Klimazwischenziel 2040 formal bestätigt. Österreich konnte in den Verhandlungen erfolgreich Gratiszertifikate für energieintensive Betriebe und weitere Sonderregelungen verankern.

Gratis-Zertifikate bleiben

Für Investitionen in Klimaschutz und den Erhalt von Arbeitsplätzen sind Planungssicherheit und Berechenbarkeit notwendig, erklärt das Klimaministerium in einer Aussendung. Das wird mit der Verlängerung der Gratis-Zertifikate erreicht: Dadurch kann die österreichische Industrie auch weiter ohne überschießende Belastung durch C02-Kosten produzieren und parallel den Umstieg auf erneuerbare Energieträger vorantreiben. So wird auch den realen, mehrjährigen Investitionszyklen entsprochen, die es bei Multimillionen-Investitionen in der Industrie gibt.

 

Sonderregelung für Wälder

Wichtig war Österreich zudem die Sonderregelungen für natürliche CO2-Senken wie Wälder. Wenn es nämlich beispielsweise aufgrund des Klimawandels zu Waldschäden kommt und der Wald dadurch weniger C02 speichern kann, soll sich das nicht negativ auf die Klimaziele der jeweiligen Staaten auswirken. Auch hier hat sich Österreich erfolgreich durchgesetzt.

 

Norbert Totschnig sieht Erfolg für Österreich

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigt sich Klimaminister Norbert Totschnig. Für ihn waren die Verhandlungen im Vorjahr „richtungsweisend“ in der europäischen Klimapolitik. „Dabei hat sich Österreich erfolgreich für die Verlängerung von Gratiszertifikaten für energieintensive Betriebe eingesetzt. Damit geben wir unserem Wirtschaftsstandort eine Perspektive für nachhaltige Investitionen, sichern Wertschöpfung, schützen Arbeitsplätze und verhindern Abwanderungen in Produktionsländer mit niedrigeren Umweltstandards. Außerdem wurde der hohe Wert unserer landwirtschaftlichen Produktion in der Klimapolitik fest verankert“, so der Minister, der die Einigung zwischen effektiven Klimaschutz und einem zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort als „klug kombiniert“ bezeichnet.

 

Nächster Schritt: konkrete Maßnahmen

Nach Inkrafttreten des EU‑Klimagesetzes wird die Europäische Kommission Rechtsakte vorlegen, die konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Ziele bis 2040 enthalten.

„Wir sind in Europa auf einem guten Weg, den Ausstoß von Treibhausgasen weiter konsequent zu reduzieren und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Das ist sowohl eine gute Nachricht für Umwelt und Klima als auch für die heimischen Betriebe und unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Totschnig.

 

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