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5,5 Milliarden  Euro für Forschung, Technologie und Innovation

Trotz Budgedrucks tätigt die Regierung mit dem FTI-Pakt eine 5,5 Milliarden Euro schwere Zukunftsinvestition. Foto: istock/Antiv3D

Die Bundesregierung hat in der Ministerratssitzung am Dienstag den FTI‑Pakt 2027‑2029 beschlossen. Insgesamt werden dafür über 5,5 Milliarden Euro in die Hand genommen.

„Trotz der schwierigen fiskalischen Lage ist es für Österreich von überragender Bedeutung, bei Zukunftsinvestitionen nicht nachzulassen“, heißt es einleitend im Ministerratsbeschluss.

 

Ressortübergreifende Forschungsfinanzierung

Der Pakt verknüpft die FTI‑Strategie 2030, die Finanzierung und die umsetzenden Einrichtungen. Der Pakt umfasst die gesamte Forschungsfinanzierung des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET).

 

Kosten: 5,5 Milliarden Euro

  • Gesamtvolumen des FTI‑Pakts: 5,49 Milliarden Euro.
  • Zusätzlich werden für den angewandten Forschungsbereich im Jahr 2026 76,6  Millionen Euro bereitgestellt
  • Für die Schlüsseltechnologie‑Offensive stehen von 2026 bis 2029 rund 2,6 Milliarden Euro  zur Verfügung
  • Das BMIMI investiert weitere 735 Millionen Euro in eine Transformations‑Offensive und die Stärkung der Innovationsbasis.

 

Schwerpunkte des Pakts

  1. Fokussierung auf Schlüsseltechnologiefelder
  2. Exzellente Forschung
  3. Technologietransfer und Impact
  4. Transformations‑Offensive zur Erreichung der Klimaziele
  5. Internationale Kooperation & Forschungssicherheit
  6. Qualifizierung, Nachwuchsförderung & Gleichstellung
  7. Effizienz und Effektivität
  8. Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie

Mit dem FTI‑Pakt positioniert sich Österreich weiterhin als drittgrößter Forschungs‑ und Innovationsstandort in der EU (Rang 3 bei der Forschungsquote) und will im European Innovation Scoreboard von Rang 8 zu den Innovations‑Leadern aufsteigen.

 

Wirtschaft reagiert positiv

Für den Wirtschaftsbund reagierte am Dienstag Generalsekretärin NR-Abg. Tanja Graf. Dass dieses Budget trotz Konsolidierungsdruck abgesichert wurde, sei laut wichtiges Zeichen. „Gerade jetzt darf nicht bei Zukunftsinvestitionen gespart werden. Innovation ist kein Luxus, sondern die Basis für Wachstum und Beschäftigung“, so Graf. Zudem sieht sie den FTI-Pakt als einen zentralnr Baustein der Industriestrategie und ein klares Signal für den Standort Österreich. „Wenn wir den Aufschwung schaffen wollen, müssen wir jetzt gezielt in Zukunft investieren und unseren Betrieben Sicherheit geben“, so Graf.