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OECD-Daten belegen Forderung nach Entlastung

Die internationalen Daten der OECD belegen die in Österreich überdurchschnittlich hohen Abgaben und Beiträge für Löhne. Die Wirtschaft bekräftigt die Forderung nach Entlastung. Foto (Symbolbild) RHI

In der Höhe der Abgaben auf Löhne belegt Österreich unter 38 OECD-Staaten den vierten Platz. Der internationale Datenvergleich bestätigt Forderungen der Wirtschaft nach einer Senkung der Lohnkosten.

 

Jährlicher Bericht der OECD

Die Daten veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diese Woche in Paris. Sie erstellt einen jährlichen Bericht über Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie die von Familien erhaltenen Bargeldleistungen.

Die höchsten Steuerbelastungen für Alleinverdiener erreichen Belgien (52,5 %), Deutschland (49,3 %), Frankreich (47,2 %) und Österreich (47,1 %) vor Italien (45,8 %).

 

Steuern und Beiträge über Durchschnitt

Gereiht nach dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen liegt Österreich an achter Stelle der Gehälter, doch sind von diesen – im Durchschnitt – 32,5 % an Einkommenssteuern und Sozialversicherungsbeiträgen zu entrichten. Im Schnitt aller OECD-Länder nur 25,1 %. In der Höhe der Lohnabzüge für Steuer und Sozialversicherung liegt Österreich an siebenter Stelle.

 

Wirtschaft drängt auf Entlastung

„Eine so hohe Belastung kostet Wettbewerbsfähigkeit, dämpft die Kaufkraft und kostet Jobs“, kommentiert Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die OECD-Daten. „Es ist daher höchst an der Zeit, dass es zu einer spürbaren Senkung der Lohnnebenkosten kommt“, so Danninger. Schließlich wurde dies auch im Regierungsprogramm sowie in der Industriestrategie der Regierung versprochen.

 

Kammer senkt Umlage bis 2030

Die Wirtschaftskammer trägt dazu bei und setzt bis 2030 deutliche Einsparungen um: Konkret sollen die Betriebe um 100 Millionen Euro jährlich entlastet werden. Geplant ist ein Stufenmodell, mit dem dieses Volumen schrittweise bis 2030 erreicht wird. Spätestens ab 2030 ersparen sich die Unternehmen nachhaltig ein Volumen von 100 Millionen Euro jährlich.

Ziel ist es, dieses Einsparungsvolumen überwiegend bei der Kammerumlage (KU2) zu realisieren. Das bedeutet auch eine Senkung der Lohnnebenkosten im entsprechenden Ausmaß. Ausgehend vom aktuellen KU2-Volumen von rund 438 Millionen Euro entspricht das einer jährlichen Entlastung von über 20 Prozent.