News

Lohnnebenkosten sinken: größte Entlastung im Doppelbudget

Die Nebenkosten für Löhne sinken. Das ist die größte einzelne Entlastung im Doppelbudget und soll die Wirtschaft beleben. Foto: Pixabay/Jarmoluk

Die größte Einzelmaßnahme des Doppelbudgets ist die Senkung der Lohnnebenkosten. Ab 2028 nimmt die Bundesregierung dafür zwei Milliarden Euro in die Hand. Das sind rund 80 Prozent aller Offensivmaßnahmen. Die Volkspartei bezeichnet die Lohnnebenkostensenkung als „historischen Erfolg“ und als jahrzehntelange wirtschaftspolitische Forderung der Partei, die nun Realität werde.

 

FLAF-Beiträge werden gesenkt

Konkret werden die FLAF-Beiträge (Familienlastenausgleichfonds) um einen Prozentpunkt abgesenkt. Die Kosten für die Löhne liegen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums derzeit bei rund 27 Prozent der Arbeitskosten. Österreich habe sich damit „aus dem Markt gepreist“. Pro Prozentpunkt Senkung sollen bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

 

Arbeit wird günstiger gemacht

„Wir senken diese Kosten um 2 Milliarden Euro, entlasten Arbeit in Österreich und setzen damit einen klaren Impuls für Beschäftigung, Wachstum und mehr Netto vom Brutto“, heißt es aus der ÖVP. Und weiter: „Lohnnebenkosten senken heißt: Arbeiten günstiger machen, Leistung attraktiver machen und den Standort Österreich wieder nach vorne bringen.“

 

Eibinger-Miedl: „Damit soll der Aufschwung gelingen“

„Mit dem Doppelbudget 2027/28 setzen wir die Budgetsanierung konsequent fort und skizzieren einen klaren Pfad aus dem EU-Defizitverfahren. Gleichzeitig entlasten wir mit einer Lohnnebenkostensenkung im Umfang von 2 Milliarden Euro die Unternehmen in unserem Land. Wir stärken damit den Standort und setzen einen weiteren wichtigen Impuls, damit der Aufschwung in Österreich nachhaltig gelingen kann“, erklärt Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl in einer Reaktion gegen über Zur-Sache.

 

Lohnnebenkostensenkung soll Standort und Wettbewerb stärken

Profitieren sollen sowohl Betriebe, die wieder mehr Spielraum für Investitionen erhalten, als auch Arbeitnehmer und Familien durch höhere Nettolöhne. Für ein Exportland wie Österreich sei die Maßnahme entscheidend, um Marktanteile zurückzugewinnen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, erleichtert Investitionen und schafft bessere Voraussetzungen für neue Beschäftigung sowie die Absicherung bestehender Arbeitsplätze.