Köstinger gewinnt neue Verbündete für Öko-Kompromiss

Drängt auf Kompromiss für Agrarbudget: Elisabeth Köstinger Quelle: Paul Gruber

In den blockierten Verhandlungen über das neue Agrarbudget hat Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger für ihren Kompromissvorschlag neue Verbündete gewonnen: ein Viertel der Direktzahlungen aus EU-Agrarmitteln soll künftig für Klima- und Umweltleistungen gewidmet werden.

 

Dieser Kompromiss zeichnete sich auf einem informellen Rat der Agrarminister gestern in Lissabon ab. Die EU berät derzeit über das Agrarbudget 2021-20267 mit einem Volumen von 390 Mrd. Euro. Umstritten ist die Antwort auf die Frage, welcher Anteil der Agrargelder an Öko-Leistungen der Landwirtschaft gekoppelt sein soll. Die EU-Staaten fordern einen Anteil von 20 %, das EU-Parlament hingegen von 30 %, die EU-Kommission nannte keinen Wert.

Nach dem jüngsten  Scheitern der Gespräche unterbreiteten Österreich und Deutschland einen Kompromiss, lautend auf 25 %, der nun von 12 weiteren Mitgliedstaaten unterstützt wird.

 

Köstinger dazu: “Unser Vorstoß hat Wirkung gezeigt. Bereits 14 Mitgliedstaaten stehen ausdrücklich hinter der Forderung nach 25 Prozent Anteil an Finanzierung anhand der Öko-Regelungen bereits ab dem ersten Jahr der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023.”

Die politischen Verhandlungen drehen sich weiters um die Definition der konkreten Leistungen für dem Umwelt- und den Klimaschutz sowie um die inhaltliche Abstimmung zwischen der Direktförderung der landwirtschaftlichen Betriebe (1. Säule der Agrarpolitik) und den Förderungen von Projekten für den ländlichen Raum (2. Säule).

 

 

mehr zum Thema