Illegaler Autokorso führte zu 1.600 Anzeigen

Der illegale Autokorso in Wien lahm. Foto: Michael Tögel
Der illegale Autokorso in Wien lahm. Foto: Michael Tögel

Am Freitag versuchte – trotz polizeilichen Verbots – ein Autokorso an Impfverweigerern die Wiener Innenstadt lahm zu legen. Größere Versammlungen konnte die Polizei nach eigenen Angaben durch rigorose Kontrollen vermeiden, dennoch kam es zu Verkehrsbehinderungen und einigen Anzeigen.

 

Rigorose Kontrollen

Im Internet und insbesondere in einschlägigen Gruppen des Instant-Messaging-Dienst Telegram wurde eine große Impfgegner-Protestaktion in Wien nach Vorbild der kanadischen „Trucker-Proteste“ in der Hauptstadt Ottawa aufgerufen.

Die Polizei untersagte die Ansammlung des Autokorsos für Freitag bereits im Vorfeld und forcierte Kontrollen an den Stadt-Einfahrten gemeinsam mit den Polizeidienststellen der anderen Bundesländer. Als Grund für die Untersagung nannte die Polizei die Abgas- und Lärmbelästigung sowie Blockadeankündigungen. Durch die zahlreichen Kontrollen sei ein geschlossenes Anreisen von offensichtlich organisierten Fahrzeugkonvois verhindert worden, heißt es seitens des Bundesministeriums für Inneres. Trotz der umfangreicher Kontrollen gelang es einigen Impfgegnern sich mit ihren Fahrzeugen in Wien zu sammeln.

 

Verkehrsbehinderungen

Am Nachmittag, etwa gegen 16:30 Uhr, fand die Protestaktion schließlich ihren Höhepunkt. Die Wiener Ringstraße wurde vor allem auf den inneren Spuren blockiert und „Hupkonzerte“ dröhnten über die Stadt hinweg:

 

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Protestaktion mit Folgen

Die Protestaktion hatte 1.605 Anzeigen, 41 Organmandate, drei Kennzeichenabnahmen und zwei Führerscheinentzüge zur Folge. Weitere Exekutivbeamte schrieben sich die Kennzeichen der hupenden Fahrzeuge auf – hupen ist innerorts verboten. Die aufgeschrieben Fahrzeuglenker müssen nun ebenfalls mit einer Anzeigen rechnen.