Europa- & Aussenpolitik
Europa arbeitet an Minuszuwanderung
Europas Innenminister bleiben dabei: Weniger Asylanträge, mehr Abschiebungen sowie Rückkehrzentren und Asylverfahren außerhalb der EU. Innenminister Gerhard Karner war beim Rat der EU-Innenminister dabei.
Europas Innenminister tagen in Dublin
In Dublin tagte der informelle Rat der EU-Innenminister, denn Irland hat am 1. Juli 2026 den Vorsitz in der EU übernommen.
Eine der Prioritäten liegt in der Umsetzung des Asylpakts sowie in der verstärkten Zusammenarbeit bei Migration mit Ländern außerhalb der EU. Im Fokus des Treffens stand zudem die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und der Informationsaustausch der Strafverfolgungsbehörden.
Innenminister Gerhard Karner führte Gespräche zu den nächsten konkreten Umsetzungsschritten des Asylpakts. Der Asylpakt – die größte Asylrechtsreform, die es in Europa jemals gab – ist am 12. Juni 2026 in Kraft getreten. Der Pakt enthält wichtige Maßnahmen, um Europa härter und gerechter im Kampf gegen illegale Migration zu machen. Dazu gehören unter anderem ein robuster Außengrenzschutz und schnelle Asylverfahren an diesen Außengrenzen.
Minuszuwanderung erreicht – und absichern
„Es ist wichtig, dass der Asylpakt nicht nur in Kraft ist, sondern auch Kraft entwickelt. Daher arbeiten wir konsequent an der Umsetzung – beispielsweise an Rückkehrzentren außerhalb der EU“, sagte Innenminister Gerhard Karner, der betont: „Ziel ist es, die Minuszuwanderung in Österreich nachhaltig abzusichern“.
Die Minuszuwanderung wurde 2026 in Österreich erstmals erreicht – es mussten mehr Personen das Land verlassen, als neue Asylanträge gestellt wurden. Gemeinsames Ziel ist es, die Minuszuwanderung auch in ganz Europa zu erreichen.
Der Pakt und die neue Rückkehr-Verordnung ermöglichen erstmals auch rechtlich die Umsetzung von Rückkehrzentren und Asylverfahren außerhalb der EU. Karner hat dazu am Vortag in Berlin seinen deutschen Ressortkollegen Alexander Dobrindt getroffen, um über die Umsetzung von Rückkehrzentren zu sprechen. Beide Länder sind Teil der „Gruppe der Umsetzer“ – gemeinsam mit Dänemark, den Niederlanden und Griechenland –, die an Rückkehrzentren und Asylverfahren außerhalb der EU arbeitet.





