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130 Delegationen gedachten der NS-Opfer

Jährlich kommen rund 130 Delegationen (Bild von 2025) nach Mauthausen, um der Befreiung des Konzentrationslagers zu gedenken. Foto: MKOE Alissar Najjar

Mehr als 130 internationale Delegationen kamen am Sonntag zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. Das Gedenken wird zudem regional verankert, sagte Innenminister Gerhard Karner: Rund 1000 Personen arbeiten für den Gedenkort Gusen.

 

Delegationen bei Befreiungsfeier

Am Sonntag, 10. Mai, veranstalteten das Mauthausen Komitee Österreich gemeinsam mit internationalen Opferverbänden und regionalen Initiativen die Gedenkfeier, berichtet das Innenministerium.

Neben einem Gedenkzug durch das ehemalige Lagergelände, Kranzniederlegungen sowie der Befreiungsfeier am ehemaligen Appellplatz lasen Jugendliche den „Mauthausen-Schwur“ in mehreren Sprachen vor.

Gedenken und Kranzniederlegung: Gerhard Karner, LH Thomas Stelzer; Foto: BMI M. Dietrich

Gedenken und Kranzniederlegung: Gerhard Karner, LH Thomas Stelzer; Foto: BMI Michael Dietrich

Karner: Gedenken regional verankern

„Die unfassbaren Gräueltaten fanden nicht nur in Mauthausen, sondern auch in den rund 40 Nebenlagern statt“, sagte Innenminister Gerhard Karner in seiner Ansprache. „Deshalb ist das Gedenken in den Außen- und Nebenlagern des Konzentrationslagers Mauthausen, zum Beispiel Melk oder Gusen, Teil einer regionalen Gedenkarbeit, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wurde.“ Mehr als 1.000 Menschen aus der Region, aber auch Mitglieder der nationalen und internationalen Opferverbände, beteiligen sich mit weiteren Delegationen aktuell an der Weiterentwicklung des Gedenkortes Gusen.

Die diesjährigen Gedenkveranstaltungen standen unter dem Schwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“. Dabei wird insbesondere die Verantwortung jener Menschen thematisiert, die das NS-Lagersystem durch Mitwirkung als Wachpersonal, Verwaltungsangestellte oder Funktionsträger ermöglichten.