News

Budget bringt 750-Millionen-Industriepaket und Vorsorge bei der Energie

Die heimische Industrie soll laut Budgetplänen weiter gestärkt werden. Foto: iStock/davit85

Mit einem Industriepaket in der Höhe von über 750 Millionen Euro will die Bundesregierung den Wirtschaftsstandort absichern. Für die Jahre 2027 bis 2029 (Abwicklung 2028 bis 2030) stehen laut Budgetplänen dafür jeweils 250 Millionen Euro im Rahmen des Standortabsicherungsgesetz und einen neuen Industriestrompreis bereit.

 

Gesetz soll mehr Industriebetriebe erfassen

Das Standortabsicherungsgesetz gleicht indirekte CO₂-Kosten energieintensiver Betriebe aus und soll künftig rund 120 statt bisher rund 60 Unternehmen erfassen. Der neue Industriestrompreis soll zusätzlich rund 400 besonders stromintensive Unternehmen und Prozesse erreichen. Ein Teil der Förderung muss wieder in Dekarbonisierung, Energieeffizienz oder Elektrifizierung investiert werden.

 

Energiepolitik ist Standortpolitik

„Mit 750 Millionen Euro für industriepolitische Kernmaßnahmen setzen wir den nächsten konkreten Schritt unserer Industriestrategie 2035. Unser Ziel ist klar: Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze müssen in Österreich bleiben“, heißt es dazu aus der Volkspartei. Energiepolitik sei Standortpolitik: „Wer leistbare Energie sichert, sichert Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Arbeitsplätze.“

 

Strategische Gasreserve wird verlängert

Ergänzend dazu wird die strategische Gasreserve um zwei Jahre bis April 2029 verlängert (2027: 114 Millionen Euro, 2028: 120 Millionen Euro, 2029: 30 Millionen Euro). Mit der Reserve sollen die Abhängigkeit von kurzfristigen Marktverwerfungen reduziert und Resilienz der Energieversorgung gestärkt werden. Sie sei „ein Stabilitätsanker für Industrie und Haushalte“ in einem volatilen geopolitischen Umfeld.